Die Zeit zurückdrehen

Erinnerungen an das erste Abitreffen

O Mann. Will ich da überhaupt hin? Ich lese die Mail noch mal: „Fünfzehn Jahre Abitur – das muss gefeiert werden. Und zwar auf der Hütte im ‚Tal Tempe‘. Bist du dabei?“ O Mann. Tal Tempe. Wenn ich an die Hütte in diesem Tal denke, denke ich sofort an all die Klassenfeiern zurück, die wir dort gefeiert haben und bei denen schon um zehn Uhr abends die ersten in den Wald gekotzt haben. Und jetzt soll ich noch mal da hin? Will ich die alle überhaupt noch mal wiedersehen? Den langbeinigen Gottfried, den Streber-Hans, die Zicken-Sandra? Den obercoolen Fred, der keine Chance ausgelassen hat, um Witze über mich zu reißen? Den saublöden Wilfried, der mir jedes Mal, wenn ich durch den Bus ging, ein Beinchen gestellt hat, damit ich mit meinem monstergroßen Schulranzen einmal durch den ganzen Gang stolpere wie ein Erstklässler? Will ich die echt noch mal wiedersehen?

Aber da sind auch Corinna und Anke, mit denen ich kurz vorm Abitur viel Quatsch gemacht hab. Und Mike und Dennis, die ich ewig nicht gesehen habe und die eigentlich ganz okay waren. Ich fasse mir ein Herz und antworte dieser Mail: „Na klar komme ich. Sehr gerne. Gruß Harry.“

Sofort seh ich meine Klasse im siebten Schuljahr vor mir. Von der ersten bis zur sechsten Klasse war ich immer mit denselben Leuten zusammen. Das war okay und ich kam gut zurecht. Ich hatte meinen Schulfreund Markus und das reichte mir. Wir saßen immer nebeneinander, wir waren jeden Nachmittag zusammen, wir waren wie Pech und Schwefel. Es gab noch ein paar Kinder in der Straße, mit denen ich gespielt hatte, aber eigentlich brauchte ich außer Markus niemanden.

Im siebten Schuljahr kam ich aufs Gymnasium, Markus blieb auf der Realschule. Das war bitter.

Maxi aus der alten Klasse war jetzt auch mit mir zusammen in der neuen Klasse. Wir saßen jeden Tag im Bus nebeneinander. Aber ein Freund war das eigentlich nicht. In der Klasse saß ich mal neben dem einen, mal neben dem anderen. Ein Freund war nicht darunter. Als ich im achten Schuljahr war, tauschte man in der Klasse solche Tagebücher aus, die die Vorläufer der jetzigen Freundebücher waren. Da schrieben die meisten Jungen unter „Lieblingsfreunde“ auf: „Du“. Da staunte ich jedes Mal nicht schlecht: Die bezeichneten mich als ihre Freunde, obwohl sie in keiner Pause und erst recht an keinem Nachmittag was mit mir unternahmen? Das war wirklich eine merkwürdige Definition von Freundschaft.

Samstag. Heute findet das Abitreffen statt. Ich bin ein bisschen aufgeregt. Eigentlich Quatsch. Ich muss mit niemandem reden, ich muss nicht lange bleiben, ich muss mit denen kein Leben verbringen. Die können mir alle nichts. Ich setze mich ins Auto und fahre los. Mein Herz klopft. Wie an jedem Morgen, wenn ich damals zur Schule gefahren bin. Ich muss bescheuert sein. Warum bin ich so aufgeregt? Hab ich Schiss vor den Leuten?

Damals – da hatte ich Schiss vor den Leuten. Ich war schüchtern, ich sprach kaum jemanden an. Ich verbrachte im ersten halben Jahr alle Pausen in der Bibliothek und las Bücher, obwohl ich lesen hasste. Aber wenn ich las, fiel keinem auf, dass ich niemanden zum Reden hatte.

Besonders krass wurde das deutlich, wenn ich Geburtstag hatte. In der Grundschule und bis zur sechsten Klasse hab ich natürlich meinen Freund Markus und ein paar halbwegs gute Freunde aus der Straße und aus der Klasse eingeladen. Mit 13 oder 14 hab ich mit den anderen aus der Straße kaum mehr gespielt. Mit den Freunden aus der alten Klasse erst recht nicht. Der Kontakt mit Markus wurde leider auch immer weniger. Und in der jetzigen Klasse hatte ich keine Freunde. Außer denen, die in mein Freundebuch geschrieben hatten: „Lieblingsfreund – du“. Also hab ich die eingeladen, auch wenn ich mich weder vorher noch nachher mit denen mal verabredet hatte. Und auf deren Geburtstag wurde ich auch nicht eingeladen. Schon doof. Aber was machte man? Man tat so, als merkte man das nicht oder zumindest, als machte es einem nichts aus.

Ich schüttel den Kopf, als ich auf den Parkplatz fahre. „Tal Tempe“, steht auf einem Schild. Die Schuljahre sieben bis zehn waren echt ein Tal für mich. Besonders für mich als Christ war es noch mal extra schwer, hatte ich das Gefühl. Warum eigentlich? Christ zu sein ist doch was Schönes. Oder?

Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich mit 12 Jahren Christ wurde. Natürlich hatte ich vorher schon von Gott gehört. Ich ging regelmäßig in den Kindergottesdienst und das gefiel mir auch ganz gut. Die Geschichten waren interessant und spannend. Ein sprechender Esel, ein menschenverschluckender Fisch, ein Jesus, der übers Wasser laufen konnte. Nett. Aber dass die Geschichten irgendwas mit meinem Leben zu tun gehabt hätten, war mir nicht klar. Hätten die Mitarbeiter „Hänsel und Gretel“ oder „Schneewittchen“ erzählt, hätte ich das auch interessant und spannend gefunden.

Das war anders, als mich mein Freund Markus mit in die Jungschar nahm. Jungschar – das war eine Gruppe für Jungen von 9 bis 13. Dort gab es lustige Spiele und tolle Mitarbeiter. Was mich am meisten beeindruckte, war die Art, wie hier über Gott und Jesus gesprochen wurde. Plötzlich spürte ich: Das hat was mit den Mitarbeitern zu tun! Die richteten ihr ganzes Leben nach Jesus, nach der Bibel aus! Das fand ich schon krass. Und weil ich die Mitarbeiter bewunderte, begann ich, mich nach diesem Glauben und nach diesem Jesus zu sehnen. Als dann unser Jungscharleiter einmal sagte, wir Jungen könnten auch ein Freund von diesem Jesus werden, wir könnten ihm im Gebet sagen, dass wir zu ihm gehören wollten, da war für mich klar: Das will ich auch. Ich betete mit meinem Jungscharleiter, er zeigte mir einen Satz aus der Bibel (Johanes 3, Vers 16, das weiß ich bis heute noch) und sagte: „Ab heute gehörst du zu Jesus. Für immer.“ Boah. Das war ein starkes Gefühl.

Mein Jungscharleiter gab mir noch ein Heft mit: „Mein Weg mit Jesus“, das ich danach bestimmt hundertmal gelesen hab. Und er gab mir sofort einen Auftrag: „Dass du zu Jesus gehörst, ist nichts Geheimes. Das darfst du nicht für dich behalten. Das musst du als erstes deinen Eltern und deinen besten Freunden sagen.“ Puh, dachte ich. Das stand aber nicht im Vertrag! Hätte ich das mal vorher gewusst … Aber ich überwand mich, ich erzählte es meinen Eltern und meinen Freunden (jedem im Einzelgespräch) und siehe da: Jeder von ihnen fand es auf seine Weise irgendwie gut.

Ich bekam in der Jungschar ein Heft zum Bibellesen: „Guter Start“. Das las ich ganz tapfer. Jeden Tag. Obwohl mich niemand antrieb. Mein Glaube trieb mich an. Ich war jetzt ein Freund von Jesus und von daher war es doch logisch, dass ich in der Bibel las und so quasi Zeit mit meinem Freund verbrachte.

In meiner neuen Klasse auf dem Gymnasium erinnerte ich mich hin und wieder daran, dass mein christlicher Glaube kein Geheimnis war. Und in „Guter Start“ und in dem Nachfolgeheft für Teens wurde ich auch immer mal wieder dazu aufgefordert, vor meinen Mitschülern meinen Glauben zu bekennen. Aber erstens hatte ich dazu überhaupt keine Lust und zweitens wusste ich auch gar nicht, wie ich das anstellen sollte.

Was machte ich? Ich pinnte einen Button mit der Aufschrift „Jesus lebt“ an mein Federmäppchen. Aber niemand sagte etwas dazu. Und ich auch nicht.

Einem Sitznachbarn, mit dem ich mich ganz gut verstand, gab ich einmal mein geliebtes Heft „Mein Weg mit Jesus“ mit nach Hause. Zum Ausleihen natürlich, denn für mich war das von riesengroßem Wert. „Danke“, sagte der und steckte das Heft ohne weiteren Kommentar in seine Schultasche. Als ich nach ein paar Tagen fragte, wann er mir das Heft wieder zurückbringen würde, sagte er nur: „Ich glaub an Gott. Auf meine Weise. Und jetzt lass mich damit in Ruhe.“ Das Heft bekam ich nie wieder zurück.

Was machte ich noch? Ich betete für meine Mitschüler. Schon mal ein Anfang. Aber Freunde in der Klasse bekam ich dadurch nicht.

Einmal sagte Ole, mein Sitznachbar, aus heiterem Himmel mitten im Unterricht zu mir: „Harry, ich hasse dich.“

Sofort schossen mir eine ganze Reihe Gedanken durch den Kopf: Erstens: Ole, du Idiot, du kannst mich mal, ich hasse dich auch. – Zweitens: Oh Mann, jetzt hab ich nicht nur keine Freunde in der Klasse, sondern auch noch solche, die mich richtig hassen. Feinde sozusagen! – Drittens: Feinde, war da nicht was? „Liebet eure Feinde“, hatte ich in der Bibel gelesen. Das konnte ich nie umsetzen, denn ich hatte ja keine Feinde. Jetzt hatte ich einen! Schlimm. Aber auch gut, denn jetzt konnte ich das Gebot von Jesus umsetzen!

Und so antwortete ich Ole spontan: „Ich wollte dich übernächste Woche auf meinen Geburtstag einladen.“

„Oh, Harry, du lädst mich auf deinen Geburtstag ein? Oh, dann verzeih bitte, dass ich eben so etwas Gemeines zu dir gesagt habe. Sollen wir Freunde sein?“

So oder ähnlich dachte ich, würde Ole reagieren. Tat er aber nicht. Er sagte nur: „Ja, ist gut. Was wünschst du dir?“ Als wäre es ganz logisch, ihn nett zu finden und zum Geburtstag einzuladen. So langsam begann ich wirklich, diesen Kerl zu hassen.

Aber das wollte ich ja nicht. Ole war jetzt mein erklärter Feind, den ich lieben wollte und für den ich verstärkt beten wollte. Das tat ich auch. Ole war also auf meinem Geburtstag. Es war kein wahnsinnig aufregender Geburtstag, aber er war okay. Trotzdem wurde weder Ole mein Freund, noch besserte sich unser Verhältnis. Na gut, so Sprüche wie „Ich hasse dich“ kamen nicht mehr. Aber eigentlich hatte ich gehofft, Ole würde auch Christ werden. Immerhin war ich ihm doch ein leuchtendes Vorbild. Dachte ich zumindest.

Jedenfalls lernte ich in dieser Zeit ausdauernd zu beten. Ich betete, Gott sollte mich lockerer machen, damit ich mich nicht andauernd zurückziehen würde. Ich betete, Gott sollte mir Freunde in der Klasse schenken. Am liebsten auch solche, die Christen waren. Aber ich hatte nicht den Eindruck, dass sich was änderte.

Erst im elften Schuljahr, als die Klassen noch mal ganz neu zusammengewürfelt wurden (damals war das Abi ja noch in Klasse 13), änderte sich die Lage für mich schlagartig. Auf einmal waren lauter nette Leute in meiner Klasse, auf einmal konnte ich locker auf die anderen zugehen, auf einmal waren einige meiner Mitschüler sogar Christen. Und auf einmal konnte ich die Schulzeit so richtig genießen. Das war sehr cool. Aber es waren vier harte Jahre gewesen, in denen ich nicht wirklich Anschluss an irgendeine der Cliquen bekommen hatte.

Tal Tempe. Ich gehe auf die Hütte zu. Da sitzen schon die ersten. Ich tu also wieder so, als wär ich cool wie immer. Inzwischen bin ich auch cooler. Zumindest macht es mir normalerweise nichts aus, auf andere zuzugehen. Aber jetzt sehe ich all die Freds und Wilfrieds und Sandras. Alle sind fünfzehn Jahre älter geworden, aber trotzdem noch gut zu erkennen. Und schon kommt der erste auf mich zu. Florian, neben dem ich auch mal gesessen hab. Der war auch ganz nett und hatte in mein Freundebuch geschrieben: „Lieblingsfreund – du“.

„Hallo Harry!“

„Hallo Florian!“

„Na, was machst du jetzt so?“

Aha. Die Einstiegsfrage. Beruf, Familienstand, Einkommen. Ich bin Kinderreferent beim Bibellesebund. Einem christlichen Verein, der meinen geliebten „Guter Start“ von damals herausbringt. Ich habe sozusagen mein Christsein zum Beruf gemacht. Ob ich jetzt hier schon wieder eine Bauchlandung als Christ mache?

„Also“, beginne ich zu stammeln, „ich arbeite bei … ähm, also … einem christlichen Verein und mach da … also … christliches Kinderprogramm …“

Florians Antwort verblüfft mich: „Echt? Cool, das kenn ich auch! Ich mach auch Jungschar in unserer Gemeinde.“

„Was? Du bist auch Christ?“

„Ja, klar.“

„Auch damals schon?“

„Ja. Du etwa auch?“

„Ja, klar!“

An diesem Abend kommen Florian und ich schnell und gut ins Gespräch. Über unser jetziges Leben und auch über die Klasse damals. „Ich hab mich in unserer Klasse nie wohl gefühlt“, gebe ich irgendwann zu, „denn ich hatte immer das Gefühl, ich bin Außenseiter.“

„Ja“, sagt Florian, „das Gefühl hatte ich auch.“

Wie bitte? Jetzt muss ich mich doch sehr wundern. Florian ging es genauso? Warum hat er das damals nie gesagt? Im Laufe des Abends unterhalte ich mich noch mit anderen aus meiner alten Klasse. Die meisten haben die Klassengemeinschaft nicht gut gefunden. Mehr, als ich gedacht habe, sind Christen gewesen, aber ich hab sie nie danach gefragt und sie mich auch nicht. Ganz viele haben sich allein und ausgeschlossen gefühlt. Aber keiner wollte es zeigen, also haben alle ganz cool getan, als wäre jeder mit jedem befreundet. Und wenn mir die anderen ins Freundebuch geschrieben haben: „Mein Lieblingsfreund – du“, dann war das vielleicht sogar ein Hilferuf? Eine Frage: Willst du mein Freund sein? Und ich Blödmann hab gedacht, ich bin der einzige, der sich hier nach Freunden sehnt!

Während ich in dieser Nacht nach Hause fahre, denke ich immer wieder: Wenn ich die Zeit noch mal zurückdrehen könnte, dann würde ich manches anders machen. Ich würde mehr auf die anderen zugehen. Ich würde sie fragen: Wie geht es dir? Bist du auch Christ? Sollen wir uns heut Nachmittag mal treffen? Besonders auf die würde ich zugehen, die eher unauffällig sind und die nicht mit coolen Sprüchen prahlen. Gott hatte meine Gebete längst erhört. Da waren Christen in meiner Klasse. Da waren nette Mitschüler, die sich auch Freunde wünschten. Aber ich war nur mit mir und meinem Selbstmitleid beschäftigt. Ich glaub, das würde ich heute anders machen.

Vorbereitet auf die EM 2024 in Deutschland?

Am 14. Juni ist in München der Anstoß beim Eröffnungsspiel Deutschland gegen Schottland im Rahmen der diesjährigen EM. Unter dem Motto „United by Football“ möchte Deutschland ein guter Gastgeber sein. Und wir Christen sind hoffentlich auch „united“ – vereint in der Vision, Menschen aller Generationen dazu einzuladen, im weltbesten Team mitzuspielen: im Team von Trainer Jesus, der inmitten unserer kaputten Welt ein Reich voller Hoffnung, Frieden und Versöhnung aufbauen möchte.

Wie seid ihr darauf vorbereitet? Was tut ihr, um das Thema Fußball aufzugreifen und es für eure Vision zu nutzen?

Hier ein paar Tipps, wie wir euch besonders im Bereich Arbeit mit Kindern dabei unterstützen wollen:

  1. Volltreffer mit der Bibel

Ein Bibellese-Heft für Kinder nach der Art von Guter Start. In 11 Lese-Einheiten aus der Guten Nachricht nach Lukas begleiten wir Trainer Jesus und seine National-Zwölf. Jede Einheit mit Comic, Rätsel, Erklärungen zum Bibeltext. 1,30 Euro pro Heft. Kannst du HIER bestellen.

  • Volltreffer mit der Bibel – das Leiterheft

Passend zum oben genannten Heft für die Kinder findest du hier zu jeder der 11 Einheiten noch Spiele, Kopiervorlagen, Basteltipps, Ideen für ein Sommerfest und weitere Vertiefungsmöglichkeiten. Damit kannst du 11 Wochen in deiner Jungschar bzw. in deinem Kindergottesdienst Programm zum Thema Fußball gestalten. Auch Nicht-Fußballfans kommen dabei auf ihre Kosten. 10,00 Euro. Kannst du HIER bestellen.

  • Das Lukas-Evangelium (aus der Einsteigerbibel) zum Sonderpreis

Das Lukas-Evangelium aus der Einsteigerbibel gab es früher schon. Jetzt ist es noch mal zu erschwinglichen Preisen im Taschenbuchformat herausgegeben, damit Gemeinden es in großer Stückzahl für ihre Kinder besorgen und verteilen können. 4,95 Euro. Kannst du HIER bestellen.

  • Die App Barti Bibel Biber jetzt auch mit einem Fußball-Abenteuer

Die App für Kinder im Lese-Alter, die man kostenlos runterladen kann, hab ich hier ja bereits vorgestellt. Jetzt befindet sich in dieser App mittlerweile das fünfte Spiel: Das Fußball-Abenteuer. Hier drippelt Barti mit Ball durch ganz Europa, sammelt Holz für sein eigenes Fußballstadion und Mitspieler für seine Mannschaft. Zwischendurch stößt er immer wieder auf Bibeltexte von Jesus und seinem Team. Die App ist kostenlos. Passende Flyer dazu kannst du beim Bibellesebund bestellen. Du kannst sie überall verteilen, wo es Kinder gibt. Mehr Infos dazu findest du HIER.

  • Volltreffer mit Barti: Der Blickfang auf öffentlichen Festen!

Mach dich sichtbar auf dem Stadtfest, dem Schul- oder Sportfest, auf dem Public Viewing und so weiter. Eröffne einen Stand und biete dort Infos rund um Bibel und Fußball und deine Gemeinde an. Damit dein Stand ein Blickfang wird, haben wir folgende Idee:
Auf der Seite volltreffer.bibellesebund.de kannst du einen QR-Code erstellen. Den veröffentlichst du auf einem großen Plakat oder auf kleinen Zetteln zum Verteilen. Alle, die diesen Code mit dem Smartphone einscannen, können sofort mit einem ganz einfachen Fußballspiel auf dem Handy beginnen. Sie können Tore schießen und Punkte ergattern. Das Beste ist: Auf einem Bildschirm, den du an deinem Stand stehen hast, kann man jederzeit den „Highscore“ sehen, also wer aktuell die meisten Punkte hat. Nutze diese Spielbegeisterung aus und verleihe zum Beispiel zu jeder vollen Stunde einen Preis an denjenigen mit dem höchsten Punktestand (eine Bibel, eine Bibellese-Zeitschrift, ein Buch, etwas Süßes, ein Fußball, sonstiges Merchandise, das auf deine Gemeinde hinweist). So kannst du spielerisch auf deine Gemeinde und deine Anliegen aufmerksam machen. Mehr Infos dazu HIER.

  • Die Jünger von Jesus als Sammelbilder

Aus 12 Jüngern besteht die Mannschaft von Jesus. Wir haben die Jünger im Fußballtrikot gezeichnet und in einem Dokument versammelt. Lade das Dokument runter, kopier es, schneid die einzelnen Jünger aus und verteil sie in deiner Kindergruppe, bei Freunden, auf Sportfesten und so weiter. Verteil sie bei Anwesenheit, bei besonderen Aufgaben oder wenn sie jemanden mitgebracht haben oder wie auch immer. Die Kinder sollen sammeln und tauschen. Wer als erstes alle 12 Jünger gesammelt hat, bekommt einen Preis. Das Dokument zum Runterladen findest du HIER. Alle, die diese Jünger auch in einem Set als wirkliche Aufkleber haben möchten, können sie bei mir bestellen. Oder auf diesen Artikel reagieren, teilen, kommentieren. Ich schick euch gerne was zu!

Also. Wär doch gelacht, wenn wir als Christen in diesem EM-Jahr nicht auch parat stünden und uns „united“ zeigen. United in einer guten Vision, die Hoffnung gibt! Bist du dabei?

Der getaufte Fisch

Letzten Sonntag hatten wir in unserer Familie eine Taufe. Unser Neffe Johannes sollte getauft werden. Mein Bruder und seine Frau sagten: „Da haben wir jetzt ein Kind und das müssen wir jetzt taufen lassen.“ Sag ich: „Wieso denn?“ Sagen die: „Das macht man so.“ Fand ich komisch. Die machen doch sonst nicht, was „man“ so macht. Sagen die: „Na ja, wenn unser Kind jetzt stirbt und ist nicht getauft, dann wissen wir ja gar nicht, was mit dem passiert.“ Sag ich: „Und wisst ihr denn nach der Taufe, was mit dem passiert?“ Sagen die: „Ja, dann ist es bei Gott.“ Sag ich: „Ach, und sonst nicht?“ Sagen die ganz empört: „Neeeein!“

Also, ich kann mich zwar nicht mehr daran erinnern, wie das war, als ich selbst getauft worden bin, da war ich ja selbst auch noch ein Baby … da war mein Erinnerungsvermögen noch nicht so hoch … aber demnach bin ich also getauft und wenn ich jetzt irgendwann sterben sollte, dann bin ich also bei Gott. Na ja, wenn das so einfach ist …

Sag ich zu denen: „Wie taufen die denn die Kinder?“ Sagt meine Schwägerin: „Die halten das Baby über so ein Becken mit Wasser und dann schüttet der Pfarrer so ein bisschen Wasser über den Kopf und dann ist das Kind getauft.“ Sag ich: „Na, wenn das alles ist … Wasser hab ich hier auch genug. Dazu müssen wir nicht extra in die Kirche rennen und alle Mann neue Klamotten kaufen. Da können wir die Taufe auch bei uns im Bad vornehmen. Das spart auch eine Menge Geld für die ganze Feier.“ Sagt die Schwägerin: „Nein, es ist ja nicht nur das Wasser, es ist ja auch der Spruch vom Pfarrer!“ – „Welchen Spruch denn?“, wollte ich wissen. Sagt die: „Der sagt irgendwas wie ‚Im Namen des Vaters und des Sohnes’ und so und dann noch einen Bibelspruch.“ Sag ich: „Das kann ich auch sagen. Und einen Bibelspruch krieg ich auch noch hin. Hol ich die olle Bibel von der Oma vom Dachboden und les’ ein bisschen was draus vor.“ Nein, das war denen aber auch nicht Recht. „Das geht nicht mit jedem Wasser“, sagt mein Bruder. Dann schleppt der so ein Heftchen von Martin Luther an. Was der alles im Haus hat! „Martin Luthers kleiner Katalysator“ oder so ähnlich heißt das. Und darin steht: „Ohne den Geist Gottes ist das Wasser schlicht Wasser und keine Taufe. Aber mit Gottes Geist ist’s eine Taufe.“ Mann o Mann. Die von der Kirche wissen schon, wie sie die Leute rumkriegen, das Wasser aus der Kirche zu nehmen und nicht das von zu Hause. „Wie kriegen die denn den Geist Gottes da rein?“, wollte ich wissen. Das wussten die aber auch nicht.

Später sagt eine Nachbarin, das mit dem Kindertaufen ist sowieso Quatsch. Man muss sich später taufen lassen. Wenn man sozusagen selbst sagen kann: „Ja, das will ich.“ Hab ich sie gefragt: „Und wenn der Mensch aber vorher stirbt? Wo issn der dann?“ Da hat sie so rumgedruckst und hat mir einen kleinen Vortrag über Himmel und Hölle gehalten. Auf jeden Fall lief es darauf raus, dass eine Taufe erst dann gilt, wenn man das selber will. Und ein Baby will das ja in der Regel nicht. Das will ja eigentlich gar nix außer in Mamas Arm und immer Milch.

Is ja eigentlich auch besser, dachte ich. Kann man ja auch niemandem aufzwingen. Und wenn man es selber will, kann man es ja auch selber im Badezimmer vornehmen. „Nein“, meint meine Nachbarin, „das geht auch nicht.“ Das muss auch der Pastor machen. Oder zumindest muss es im extra Wasser in der Gemeinde stattfinden.

Na gut. Sind wir also letzte Woche alle zusammen in die Kirche gegangen. Alle neue Klamotten gekauft. Das Baby sogar ein weißes Kleidchen, das es bestimmt im ganzen Leben nicht mehr anzieht. Und tatsächlich, der Pfarrer hält das Baby über das Becken, tropft ein paar Tropfen über das Köpfchen, sagt einen Bibelspruch und murmelt die Formel, die sie mir vorher gesagt haben: ‚Im Namen des Vaters und des Sohnes’ und so. Aha, denk ich. Und jetzt ist das Kind getauft und hat den Garantieschein dafür, dass es mal bei Gott ist. Wenn es jetzt stirbt, kann also nix mehr passieren. Jetzt ist es sozusagen unfreiwillig schon mal auf die richtige Spur gesetzt. Komische Einrichtung von Gott, denke ich. Wenn der will, dass die nachher bei ihm sind, warum lässt er sie nicht gleich getauft auf die Welt kommen?

So, und dann in der Predigt sagt der Pfarrer, jeder muss sich selbst immer wieder seine Taufe vergegenwärtigen und seine Taufe erneuern. Ach?, denke ich. Wird die denn nach ein paar Jahren ungültig? Wie lange hält denn so eine Taufe vor? Oder wollen die von der Kirche einen nur immer wieder mal in ihre Gottesdienste locken?

Jedenfalls, nach dem Gottesdienst, so nach dem Bildermachen und so – da bin ich zum Küster gegangen und hab gefragt, was die denn jetzt so mit dem übrigen Wasser aus dem Taufbecken machen. „Das schütten wir weg“, sagt der. „WAS?“, sag ich. „Das gute, heilige Wasser wegschütten? Wie viele Kinder und Erwachsene könnte man damit noch taufen!“

Und da hatte ich dann die geniale Idee. Ich fragte ihn, ob ich denn das Wasser mitnehmen dürfte. Der guckte zwar ein bisschen komisch, aber er hat mir dann das Wasser in einen Gefrierbeutel geschüttet, der da so rumlag. Ich hab ihn gut zugeknotet und mit nach Hause genommen. Jetzt hab ich also echtes Taufwasser, in dem der Geist Gottes drin ist. Ist mit bloßem Auge gar nicht zu erkennen, dachte ich. Auf jeden Fall hab ich am Nachmittag zu meiner Familie gesagt, wenn wir noch mal Zuwachs bekommen, dann können wir das aber endgültig zu Hause machen. Ich hab jetzt das Original-Taufwasser samt Geist Gottes. Und den Spruch und die Formel hab ich mir auch gemerkt. „Das geht trotzdem nicht“, meinten die anderen. Die sind echt komisch.

Anfang der Woche dachte ich dann, es ist doch viel zu schade, wenn das gute, nützliche Wasser so nutzlos bei mir aufm Regal rumsteht. Bin ich damit in die Stadt gegangen und hab einfach mal ein paar Leute, die mir nett und hilfsbedürftig erschienen, mit ein paar Tropfen beträufelt. Die meisten haben dumm geguckt, manche sogar geschimpft, aber ich hab immer gesagt, die sollten mir mal lieber dankbar sein. Immerhin könnten sie jederzeit sterben und ich hab sie jetzt noch rechtzeitig mit einer Eintrittskarte in den Himmel versorgt. Und von wegen Tauferinnerung: Dazu muss ich jetzt nicht mehr extra in die Kirche gehen. Ich hab mir zu Hause ein leeres Parfumfläschchen damit gefüllt. Und jetzt bestäube ich mich jeden Morgen nach dem Zähneputzen einmal von oben bis unten damit. Jetzt kann mir nix mehr passieren.

Aber der dickste Hund war vor drei Tagen: Komm ich nach Hause vom Einkaufen, ist mein Beutel mit Taufwasser weg. Frag ich, wo mein heiliges Wasser ist. Sagt unsere große Nichte, sie hätte grad ihr Aquarium sauber gemacht und so lange ihren Fisch in meinen Beutel getan. „Du freche Göre“, sag ich zu ihr, „weißt du denn nicht, was das hier für Wasser ist?“ – „Doch“, sagt sie, „das ist das Wasser, das Leute in den Himmel bringt. Und ich dachte, falls mein Fisch stirbt, soll er doch in den Himmel kommen.“ Donnerwetter. Die hat Ideen. Ob das auch für Fische gilt? Ich mein – die haben mit den Babys immerhin gemeinsam, dass die sich nicht wehren können. Und trotzdem meint man es gut, wenn man sie tauft. „Also gut“, sag ich, „dann lass dein Fischli noch ein paar Tage hier schwimmen. Schaden kann’s ja nicht.“ Ich muss unbedingt meine Nachbarin fragen, was sie davon hält. Der Nachteil ist nur: Seitdem meint meine Frau immer, wenn ich mich morgens mit dem Taufwasser behandle, ich würde nach Fisch stinken. Vielleicht sollte ich mir doch noch mal neues Taufwasser zulegen.

Kinder begleiten in Gemeinde in Familie

Petra Piater, Redaktionsleiterin der Zeitschrift „Perspektiven“ der „Gemeinde Gottes“, hat ein Interview mit mir zum Thema Glaube, Gemeinde und Familie geführt, das ich hier in Teilen veröffentliche. Mehr zur Zeitschrift „Perspektiven“ findest du HIER.

Du bist Bereichsleiter für die Arbeit mit Kindern beim Bibellesebund Deutschland. Was genau macht ihr so alles?

Wir stellen fest, dass viele eine Bibel zu Hause haben, aber trotzdem nicht darin lesen, weil sie sie zu schwer, zu dick, zu alt, zu kompliziert finden. Selbst bei Christen ist das so. Und wir tun alles in unserer Möglichkeit Stehende, um deutlich zu machen, dass die Bibel durchaus verstehbar ist und dass sie auch in unserer heutigen Zeit etwas zu sagen hat.

Warum liegen euch gerade auch Kinder und Teens am Herzen?

Bereits der Start des Bibellesebundes vor über 150 Jahren hat mit einem Sonntagsschulleiter aus London zu tun, der eine für damalige Zeit revolutionäre Idee für die Arbeit mit Kindern hatte: Er hat Kindern nicht nur biblische Geschichten erzählt und sie dann darüber belehrt, was diese Geschichte für ihr Leben bedeutet. Nein, er hat ihnen zugetraut, selbständig Bibeltexte zu lesen und ihre eigenen Gedanken dazu zu äußern. Er hat riesig gestaunt, als er festgestellt hat, welche tiefgründigen Gedanken auch schon Erstleser haben, wenn sie sich mit der Bibel beschäftigen. Und so hat er 1867 den ersten Bibel-Club gegründet: den „Scripture Union“, wie er in England hieß. Und so kam er 1947 als Bibellesebund auch nach Deutschland. Und auch hier standen von Anfang an die Kinder im Fokus, was ich persönlich sehr reizvoll finde. Denn ich liebe ebenfalls die Arbeit mit Kindern und auch das Bibellesen. Und beides lässt sich beim Bibellesebund wunderbar miteinander kombinieren.

Welches Potenzial könnten christliche Gemeinden deiner Erfahrung nach noch viel mehr nutzen, um junge Menschen für Jesus zu begeistern?

Ein Schritt könnte schon mal sein, die Arbeit mit Kindern als solche in der eigenen Gemeinde richtig wertzuschätzen. Gemeinden, bei denen das ganze Kinderprogramm aus einer „Kinderbetreuung“ während des Hauptgottesdienstes besteht – möglichst mit wöchentlich wechselnden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, machen bei mir nicht den Eindruck, als hätten sie eine Vision für die Kinder in ihrer Mitte. Viel Potenzial steckt auch in den Kindern selbst. Sie haben viel mehr Ideen zu Bibeltexten, als wir es ihnen oft zutrauen. Wenn wir öfter mal die Kinder nach deren Entdeckung aus der Bibel fragten, anstatt sie mit unseren Erkenntnissen zuzutexten, würden wir staunen, wie viel Potenzial in genau den Kindern steckt, die wir eigentlich belehren wollten.

Was für Tipps hast du für Eltern, um ihre Kinder auf dem Weg zum Glauben zu begleiten, ohne sie zu bedrängen?

Ein altes Sprichwort sagt: „Du kannst deine Kinder erziehen, so viel du willst, letztlich machen sie dir doch alles nach.“ Darum ist für mich das oberste Prinzip innerhalb der Familie echter gelebter Glaube, der sich nicht nur am Gottesdienstbesuch und am Tischgebet festmacht. Wenn die Kinder sehen, dass für uns Eltern der Glaube an Jesus Christus nicht nur bedeutet, dass ich bestimmte biblische Richtigkeiten abnicke und Bibelwissen weitergeben kann, sondern ganz konkret meinen Alltag prägt, meine Art, mit Konflikten und Mitmenschen umzugehen, mit Streit, Versöhnung, Ängsten, Zweifel, dann ist die Chance groß, dass sie diese Grundwerte nicht nur in ihrem Kopf, sondern auch in ihrem Herzen verankern. Gut ist auch, wenn wir uns als Eltern immer mal wieder selbst hinterfragen: Sind kritische Rückfragen von meinen Kindern zu Bibel oder Glaube oder auch zu meinem gelebten Glauben erlaubt? Ist Barmherzigkeit in unserer Familie größer als Gesetze einzuhalten? Darf ein Kind auch mal unmotiviert für den Gottesdienst sein und das laut äußern, ohne in Misskredit zu geraten? Ich glaube, wenn unsere Kinder merken, dass wir begeistert für diesen Jesus und sein Reich brennen, dann ist zumindest ein Nährboden gelegt, in dem der gute Samen gute Chancen hat aufzugehen und zu wachsen.

Mission im Märchenland

Die Allianz-Gebetswoche stand in diesem Jahr unter dem Motto: „Vision für Mission“. Wir haben eine gute Nachricht weiterzugeben und es ist gut, wenn wir uns dafür einsetzen.

So weit, so nachvollziehbar. Komisch nur, dass wir Christen tausend Ausreden haben, warum ausgerechnet wir das nicht können oder müssen oder warum das nur für andere gilt.

Stell dir mal vor, so würde jeder denken. Stell dir mal vor, Captain Hook, Rotkappchen und Aschenbrödel wären davon überzeugt, die Märchenwelt wäre die bessere Welt und alle Menschen sollten zu ihnen in ihr Märchenreich kommen. Würden die direkt loslegen? Oder hätten die auch nur Ausflüchte?

Guckstu hier unseren Beitrag zur Allianz-Gebetswoche: „Vision für Mission“

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Von dem Mann, dem Weihnachten zu den Ohren rauskam

Es war einmal ein Schriftsteller, dem musste jedes Jahr etwas Sinniges zu Weihnachten aus der Schreibfeder fließen. Jahr für Jahr. Und Jahr für Jahr. Die weihnachtlichen Lektoren aus dem Weihnachtsverlag waren sehr zufrieden. Denn die sinnigen Weihnachtstexte jenes Schriftstellers verkauften sich erfreulich gut. Aber eines Jahres war der weihnachtliche Tintenstrom aus seiner Feder versiegt. „Tut mir leid“, sagte der Schriftsteller den Lektoren, die gekommen waren, um den diesjährigen Weihnachtssinn abzuholen. „Da kommt nichts mehr raus.“

„Das ist höchst unerfreulich“, hub der erste bereits an sich zu beschweren.

„Moment mal“, rief daraufhin ein zweiter der Lektoren. „Schaut euch das an! Irgendwo muss eine Weihnachtssperre in der direkten Linie zwischen Kopf und Schreibhand entstanden sein. Die Schreibfeder ist zwar leer. Stattdessen kommt dem armen Mann Weihnachten zu den Ohren raus!“

„Tatsächlich“, bemerkten nun auch die anderen. Dem Schriftsteller quoll Weihnachten zu den Ohren raus. Und was da alles aus den Ohren purzelte: Ochs und Esel, die Krippe mit dem Stall, die Glocken und die Kerzen, Tannenbäume, Lametta, Adventskränze noch und nöcher. Und da: ein Adventskalender, nein – eine ganze Armee von Adventskalendern kam dem Schriftsteller zu den Ohren raus. Und sie trugen alle miteinander so verheißungsvolle Titel wie: „Warmherzigkeit im Advent“, „Wollpullover im Advent“, „Ich krieg meine Tage im Advent“, „Meine Schreimomente im Advent“. Weihnachtslieder kamen ebenfalls heraus: Da tropften Schneeflöckchen und Weißröckchen auf den Boden. Die Weihnachtsbäckerei und Last Christmas. Es wollte gar nicht mehr aufhören. Bald war der ganze Boden übersät von Weihnachten. Die Putzfrau wollte schon den Boden wischen, da riefen die weihnachtlichen Lektoren: „Nein! Lasst uns all das, was dem Mann da aus den Ohren rauskommt, vorsichtig einsammeln und in eine kuschelige Reihenfolge bringen. Sicher kriegen wir selbst daraus noch ein Verkaufsprodukt zusammengestellt!“ Und tatsächlich. Die Lektoren vom Weihnachtsverlag sammelten all den heiligen Schnickschnack, der dem Mann aus den Ohren herausgekommen war, ein, sortierten ihn zwischen zwei Buchdeckel, schrieben außen drauf: „Mein Weihnachts-Ohratorium“ und verkauften es für 19,99 Euro pro Stück. Und weil schon das Cover voller Weihnachts-Bimbam war, erwarteten sie mit diesem Ohratorium den größten Verkaufsschlager des Jahres.

„Etwas Sinniges fehlt noch“, befanden die Lektoren und statteten dem Schriftsteller noch einen kurzen Besuch ab. Wie staunten sie, als sie an diesem Tag statt des weihnachtlichen Ohrenausflusses ein Leuchten in den Augen des Schriftstellers sahen. „Was ist das?“, fragten sie ihn sogleich. „Hat das auch etwas mit Weihnachten zu tun?“

„Das ist meine Sehnsucht nach dem Himmel“, antwortete der Schriftsteller. „Meine Freude auf den Tag, an dem ich mit Jesus abseits vom Getümmel einen warmen Kakao trinke und mit ihm über seine Vision mit dieser Welt plaudere.“

„Oh, wie schön“, schwärmten die Lektoren, „können Sie das bitte auch noch durch Ihre Ohren nach draußen schicken? Das würde den Inhalt zwischen den Buchdeckeln des Weihnachts-Ohratoriums noch prima aufwerten.“

„Nein“, sagte der Schriftsteller. „Das kommt mir ja nicht zu den Ohren raus.“

„Nicht? Hm. Fließt Ihnen das vielleicht doch noch aus der Feder heraus?“

„Auch nicht. Das trag ich in meinem Herzen. Und da bleibt es.“

Und dann schickte der Schriftsteller die Lektoren nach draußen, schloss die Tür und setzte einen Topf Milch auf.

(Auch wenn dem unbekannten Autor sonst nichts Weihnachtliches eingefallen ist, hat es diese Geschichte dennoch in den Adventskalender „Sternenleuchten im Advent“ vom Bibellesebund geschafft. Erhältlich HIER.)

Ich bete – und du bekehrst dich, ob du willst oder nicht!

Meistens kamen die schwierigen Fragen meiner Kinder völlig unangekündigt mitten im Alltag. Einmal saßen wir beim Tischgebet vor dem Abendessen. Unter anderem betete ich für Leute in der Familie und im Freundeskreis, dass Gott ihnen helfen sollte, zum Glauben an ihn zu kommen.

Nach dem Gebet fragte meine Tochter, damals 11 Jahre alt: „Warum beten wir eigentlich, dass Gott machen soll, dass andere zum Glauben kommen? Gott zwingt doch sowieso niemanden.“

Boing. Papa Harrys Gehirn ratterte. Tja, wieso? Würde Gott einen Menschen, der eigentlich nichts mit ihm zu tun haben will, gegen dessen Willen dazu bringen, Gott zu vertrauen? Nur weil ich für ihn gebetet habe?

Hm. So schnell hatte ich keine Antwort parat. Darüber musste ich selbst erst mal brüten. Als erstes kamen mir natürlich all die Berichte aus christlichen Büchern und Gottesdiensten in den Sinn, in denen jemand so lange für einen anderen gebetet hatte, bis derjenige Christ geworden war. Mein Gefühl sagte mir aber, bestimmt könnten mindestens so viele Leute berichten, dass sie für andere gebetet hätten und die waren keine Christen geworden.

Was sagt eigentlich die Bibel dazu? Gibt es hier Geschichten, Bibelverse oder gar Aufforderungen, die nahe legen, dass wir für den Glauben anderer beten sollen?

Jesus hat einmal zu Petrus gesagt: „Ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhört.“ (Lukas 22,32). In Johannes 17 gibt es ein langes Gebet, in dem Jesus darum bittet, dass Gott den Glauben der Jünger bewahren soll. Okay. Schon mal beruhigend, dass Jesus sich bei Gott für den Glauben seiner Nachfolger einsetzt. Schön für mich und meinen Glauben. Aber setzt sich Jesus auch für den Glauben Nicht-Glaubender ein? Oder noch mehr: Gibt es Bibelstellen, in denen Menschen Jesus oder Gott bitten, dass andere Christen werden? Mir fallen keine ein. Paulus lobt in seinen Briefen immer wieder den Glauben der anderen und schreibt, wie dankbar er Gott dafür ist. Auch Jesus lobt den Glauben anderer. Und fordert zum Glauben auf: „Wer glaubt (und getauft wird), der wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.“ (Markus 16,16 und so ähnlich an anderen Stellen). Hupsala. Jeder ist also selbst verantwortlich und es stehen jedem beide Optionen offen. Aber dann sagt Jesus so steile Sätze wie: „Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, der Vater zieht ihn.“ (Johannes 6,44, auch das wieder an vielen Stellen) Ist die Entscheidung also doch nicht so frei? Und wenn sie nicht frei ist, welchen Einfluss hat dann noch mein Gebet? Und wieder lese ich großspurige Gebetsverheißungen: „Alles, was ihr bittet in eurem Gebet, glaubt nur, dass ihr’s empfangt, so wird’s euch zuteil werden.“ (Markus 11,24 und andere Stellen)

Also wie jetzt? Jeder ist selbst aufgefordert, sich für den Glauben an Jesus zu entscheiden. Gott zwingt niemanden. Also kann ich es mir auch sparen, für den Glauben anderer zu beten.

Obendrein kommen sowieso nur die zum Glauben, die Gott dazu bereit macht. Dann ist mein Gebet erst recht überflüssig. Oder?

Gleichzeitig fordert Jesus ausdrücklich zum Gebet auf. Und er will es erhören. Zumindest zieht er eine Erhörung ernsthaft in Erwägung, wie wir ja auch hin und wieder erleben. Dann kann mein Gebet also doch verändern: mich, die Welt, die Umstände, aber auch die Glaubenseinstellung meiner Freunde und Familienmitglieder. Oder?

Gestern habe ich meine Kinder noch mal auf diese Frage von damals angesprochen. „Was würdet ihr denn heute antworten?“, hab ich sie gefragt.

„Ich bete sowas nicht“, waren deren Antwort. „Aber ich bete, dass Gott mir zeigt, was ich dazu beitragen kann, um anderen Impulse zum Glauben zu geben. Und dass er mir Mut und die richtigen Worte schenkt, um den Leuten, die mir wichtig sind, von ihm zu erzählen.“

Ja, Donnerwetter. Warum bin ich da nicht selbst drauf gekommen? Und zu dieser Einstellung fällt mir auch gleich eine Bibelstelle ein: Als die ersten Christen damals in Jerusalem von ihrem Glauben erzählt haben, sind sie sofort vor den jüdischen Rat zitiert worden, man drohte ihnen Strafen und Prügel an und verbot ihnen nachdrücklich, weiter von ihrem Glauben an Jesus zu reden. Die Gemeinde setzte sich sofort zusammen und betete: „Herr, du siehst, wie sich alle politischen und religiösen Verantwortungsträger gegen uns und vor allem gegen Jesus zusammenrotten und uns unter Druck setzen. Darum bitten wir dich …“ Was kommt jetzt? „… beruhige den Hohen Rat! Bring die Hohenpriester zur Vernunft! Schenk, dass die Römer und alle feindlich gesinnten Juden hier in Jerusalem zum Glauben finden!“ Nein. Das beten sie gar nicht. Sie beten: „… gibt uns, die wir dir nachfolgen wollen, die Kraft, mutig und ohne Angst weiter von dir zu reden! Und zeig du gleichzeitig, dass du ein mächtiger Gott bist, der Menschen heilen und den man im Alltag erleben kann!“ (Apostelgeschichte 4,29-30)

Also nichts von: „Bring die anderen zum Glauben!“, sondern: „Mach mich mutig, offen zu meinem Glauben zu stehen und davon zu reden.“

Ansporn für mich, so zu beten und mich von Gott so verändern zu lassen, dass ich auf genau die Menschen zugehen kann, die mir am Herzen liegen, und ihnen zu erzählen, warum der Glaube an Jesus für mich eine Bedeutung hat.

Menschen begegnen Jesus

Erlebe mit deiner Gruppe eine interaktive Reise durch das Leben von Jesus

Staunen in der Synagoge, essen und trinken bei der Hochzeit von Kana, sitzen im Boot auf dem See Genezarth – im Sinnenpark „Menschen begegnen Jesus“ begibst du dich eine Stunde lang auf die Spuren von Jesus aus Nazareth. Was hat dieser Mensch in seinem Umfeld bewirkt? Wo und wie wurden Menschen in seiner Nähe verändert? Was hat das Ganze mit uns heute, zweitausend Jahre später, zu tun?

Ab 4. September hast du 3 Wochen lang Zeit, alleine oder mit deiner Kinder- Jugend- oder Gemeindegruppe, mit Freundeskreis, Schulklasse, Konfirmandengruppe, Familienbande, Stammtisch, Verein, Kegelclub oder mit wem auch immer ins BLB-Zentrum zu kommen und in eine Welt vor unserer Zeit einzutauchen. Sieh, hör, fühle, schmecke und erlebe, was damals geschah und was das heute bei dir auslöst.

Der Eintritt ist frei. Anmeldung ist notwendig. Weitere Infos und Anmelde-Funktion findest du HIER.

Jesus – der einzige Weg zu Gott?

Wie kann man so vermessen sein?

Anna, 11 Jahre, schrieb mir Anfang des Jahres eine E-Mail:

Es gibt so viele Religionen, und jede denkt, ihre sei die „Richtige“. Aber es kann doch nur einen Gott geben, und wie gesagt, alle denken, ihre und keine andere sei die richtige. Es könnte also theoretisch auch z. B. Buddha existieren und „unser“ Gott nicht. Worauf berufen sich dann die verschiedenen Religionen? Haben sie Erfahrungen, die ihnen sagen, dass ihr Gott der richtige ist, oder etwas komplett anderes?

Tja. Das ist eine gute Frage. Warum denken wir Christen, dass Jesus der einzige Weg zu Gott ist? Kann man in der heutigen pluralistischen Zeit überhaupt noch einen Absolutheitsanspruch stellen? Gibt es „die Wahrheit“ überhaupt noch? Stehen nicht alle Religionen gleichberechtigt nebeneinander? Ist es nicht total fundamentalistisch und diskriminierend, wenn wir unsere Religion über die anderen stellen?

Hier die Antwort, die ich Anna gegeben habe:

Liebe Anna,

zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich deine Frage eine sehr tiefgehende Frage finde. Und eine ganz zentrale und wichtige Frage, wenn nicht sogar eine der wichtigsten Fragen der Welt. Darum kann ich die Antwort auch nicht mal einfach so aus dem Ärmel schütteln. Denn wenn jede Religion gleichermaßen recht hat, dann ist es ja eigentlich egal, ob man an Jesus oder an Buddha oder an wen auch immer glaubt. Und dann bräuchten wir Christen gar nicht mehr zu Jesus einzuladen.

Aber es stimmt: Wer die Bibel und die Aussagen von Jesus ernst nimmt, der stößt auf die krasse Aussage von Jesus: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ (Johannes 14,6) Oder auf die Aussage von Petrus: „Jesus Christus und sonst niemand kann die Rettung bringen. Auf der ganzen Welt hat Gott niemand anderen gezeigt, durch den wir gerettet werden könnten.“ (Apostelgeschichte 4,12).

Wer das so annimmt, der sagt damit streng genommen gleichzeitig: Die anderen Religionen führen nicht zu Gott. Und nicht zur Rettung.

Und das ist für die heutige Zeit eigentlich ziemlich vermessen. Und angeberisch, eingebildet, frech. Darf man so etwas heute überhaupt noch denken oder sogar sagen?

Ich sage: Ja. Denn nicht ich sage das, sondern Jesus sagt das. Bleibt die Frage: Wieso gehe ich davon aus, dass Jesus recht hat? Die anderen sagen doch auch, dass sie recht haben.

Das stimmt. Und darum möchte ich mit dir zunächst einen Blick auf die anderen Religionen werfen, woher sie kommen, wer sie gegründet hat und warum sie meinen, dass sie „die einzig Richtigen“ sind. Und dann komme ich zu Jesus zurück und zeige dir, warum ich dem Wort von Jesus mehr glaube als dem Wort von anderen Religionsführern.

Ich sollte noch etwas Zweites vorweg schicken: Auch wenn ich denke, dass ich mit Jesus auf dem richtigen Weg bin (dem einzig richtigen), habe ich höchsten Respekt vor allen, die einer anderen Religion anhängen (so lange sie damit keine Gewalt ausüben). Denn jeder, der an etwas Höheres glaubt, zeigt damit, dass er auf der Suche nach dem Sinn im Leben ist. Er fragt nach dem, der ihn geschaffen hat und der ihn beschützt, begleitet und am Ende des Lebens mit offenen Armen empfängt. Ich möchte gerne mit allen Religionen im Austausch bleiben. Und auch von den anderen gerne noch etwas lernen. Trotzdem finde ich es gut, wenn ich selbst weiß, warum ich Christ bin. Und nicht bloß, weil ich im Supermarkt der Religionen einfach mal wahllos ins Regal gegriffen und dabei gedacht habe: „Ach, irgendwie haben ja alle ein bisschen recht.“ Nein, ich finde nicht, dass alle recht haben. Und ich möchte am liebsten alle Menschen zum Glauben an Jesus einladen, weil ich glaube, dass Jesus der einzige Weg zu Gott ist. Und gleichzeitig glaube ich auch, dass Gott alle Menschen auf dieser Welt lieb hat. Und dass er sehr wohl sieht, wie die Menschen leben und wie sie aufeinander achten. Und dass er sich auch freut, wenn in Indien und in Afghanistan und im Dschungel von Peru Menschen einander lieben, helfen und Rücksicht nehmen.

Doch nun genug der Vorrede. Jetzt zu deiner Frage:

Worauf berufen sich die verschiedenen Religionen, wenn sie sagen, dass ihr Weg der einzig Richtige ist?

Die meisten Religionen, die wir heute vorfinden, berufen sich auf einen Propheten, ein Buch, eine Schrift, eine Überlieferung, eine Tradition, die ihnen mitteilen, dass ihre Anhänger sich ihrem Weg anschließen sollen.

Dass der Mensch nicht alleine auf der Welt ist, sondern dass es da noch eine höhere Macht geben muss, spürt jeder Mensch auf der ganzen Welt irgendwie. Da kann mir auch kein Atheist erzählen, dass er sich von dieser Ahnung tief in seinem Herzen freisprechen kann. Man schaut sich die Berge an, das Meer, den Sternenhimmel, die großen und die kleinen Tiere und denkt: „Das kann sich unmöglich von alleine entwickelt haben. Das muss jemand gemacht haben.“ Ein winziges Baby wird geboren, das sofort atmen, schlafen, weinen, Milch trinken kann – und die Eltern denken: „Wow. Das haben wir nicht selbst hergestellt. Wir können ein neues Leben nicht machen. Das ist uns geschenkt worden.“ Geliebte Menschen sterben, ihr Körper liegt noch dort, aber das „Innenleben“, die Seele, das Leben ist weg. Und die Leute fragen sich: „Wo ist es jetzt? Ist da noch was?“ Und darum sitzt in uns ein Gespür dafür: Da ist jemand über uns, der diese Welt gemacht hat, von dem wir herkommen und zu dem wir wieder hingehen. Da ist jemand, der uns versorgt, der uns beschützt, der uns Kraft und Gesundheit schenkt. Das alles ist nicht selbstverständlich.

Die Suche nach der Antwort auf all diese Fragen sieht aber nun bei jedem menschlichen Volk zu allen Zeiten der Menschheit ganz unterschiedlich aus. Wir nennen diese Suche nach dem Göttlichen, dem Leben-Schenker, dem Sinn-Geber „Religion“. Darum sind alle Religionen von der Vorstellung geprägt, dass es da etwas Höheres über uns gibt und dass wir dieses Höhere finden und ihm gefallen wollen.

Schon zu Beginn der Menschheit hatten alle Volksgruppen irgendeine Gottheit, die sie verehrt haben. Meistens waren es sogar mehrere Götter, die Sonne oder die Sterne. Von ihnen erhoffte man Schutz vor dem Bösen, Sieg über Feinde, eine gute Ernte, ein glückliches Leben, Frieden und so weiter. Auch in der Bibel ist von Völkern die Rede, die verschiedene Gottheiten angebetet haben. Noch heute verehren Naturvölker im Busch von Südamerika oder Afrika bestimmte Götter oder Geister, von denen sie sich Schutz und Segen erhoffen und vor deren Strafe sie sich fürchten und denen sie darum immer wieder Opfer bringen. Das zeigt übrigens auch noch mal, dass diese Suche bis heute in jedem Menschen steckt. „Gott hat dem Menschen ein Gefühl für die Ewigkeit, das Übersinnliche, das immer Gültige ins Herz gelegt“, steht schon in der Bibel (Prediger 3,11).

Diese Völker, die ich hier beschrieben habe, würden aber nicht behaupten, dass ihre Religion die „einzig Wahre“ sei. Denn in der Regel wissen solche Völker gar nichts von den anderen Göttern. Und wenn, dann akzeptieren sie einfach, dass es mehrere Götter gibt. Und sie hoffen, dass ihr eigener Gott stärker ist als die anderen Götter und dass ihr eigener Gott ihnen im Kriegsfall den Sieg über die anderen schenkt.

Nun gibt es aber einige Religionen, die wir heute als „Weltreligionen“ kennen. Und diese behaupten größtenteils von sich, sie seien die „einzig Wahren“. Lass uns mal auf die einen Blick werfen:

Die älteste Weltreligion ist die der Juden. Die Juden berufen sich auf Abraham, zu dem Gott gesagt hat: „Aus dir will ich ein großes Volk machen.“ (1. Mose 12,2) Das war etwa 2.000 Jahre vor Christus. Die „Heiligen Schriften“ der Juden sind einzelne Bücher, in denen der Gott mit Namen JAHWE ein kleines Volk von Abraham und Isaak über Mose und Josua, David und Salomo bis hin zu Esra, Nehemia und den Propheten immer wieder geführt, befreit, begleitet, bestraft, versorgt hat und von Herzen liebt. Der Name JAHWE heißt auf Deutsch: „Ich bin, der ich bin“ oder „ich bin, der ich sein werde“ oder einfach „ich bin da“. In unseren Bibeln wird dieser Name meistens mit HERR umschrieben. Wir finden die Bücher des jüdischen Volkes zusammengefasst in unserem Alten Testament. In diesen Schriften wird oft bestätigt: „Ihr seid mein Volk, das ich aus Ägypten befreit habe.“ (z. B. 2. Mose 6,7 oder Sacharja 13,9). Die Geschichten im Alten Testament machen immer wieder deutlich: Der große Gott, der die Welt gemacht hat, hat sich ausgerechnet dieses kleine Volk erwählt, zu dem er hält und das er bevorzugt und auch vor den anderen Völkern und Religionen beschützt: „Du bist ein heiliges Volk! Dich hat der HERR, dein Gott, aus allen anderen Völkern auserwählt, damit ihr ihm gehört! Nicht weil ihr so groß wärt (ihr seid immerhin das kleinste aller Völker). Sondern weil ich euch geliebt habe und weil ich das euren Vätern versprochen habe!“ (5. Mose 7,6-8) Und dieses Wissen zieht sich durch das ganze Alte Testament. Den Juden ist also völlig klar: Es gibt nur einen Gott auf dieser Welt. Und das ist unser Gott JAHWE. Und zu dem gehören nur wir. Niemand anderes. Die Juden warten bis heute auf den Retter, den Erlöser, den Messias, den Gott im Alten Testament angekündigt und versprochen hat (zum Beispiel in Micha 5,1 oder Jeremia 23,5). Aus ihrer Sicht war Jesus allenfalls ein Prophet, aber keinesfalls der versprochene Retter, schon gar nicht Gottes Sohn.

Einige Juden haben sich, wie wir wissen, damals trotzdem Jesus angeschlossen, als er auf der Erde war. Dazu gehörten unter anderem die Juden Petrus, Johannes, Matthäus, aber auch Paulus. Denen war klar: Jesus ist der Messias. Ihm sollen wir nachfolgen. Als dann auch die ersten Nichtjuden zu Jesus gehören wollten, meinten die Juden: Alle Nichtjuden müssen zuerst zum Judentum übertreten und dürfen erst dann Jesus nachfolgen. Aus ihrer Sicht war das ganz logisch. Denn wenn der Gott von Abraham ausschließlich das Volk der Juden zu seinem Volk erklärt hat und wenn Jesus Jude war, dann müssen selbstverständlich alle anderen, die zu Jesus gehören wollen, zuerst zu Gottes einzig auserwählten Volk gehören.

Dieses Denken haben die ersten Christen aber schon im ersten Jahrhundert abgelegt. Sie haben sogar extra einen Beschluss gefasst, dass Christen aus der ganzen Welt zu Jesus gehören dürfen, ohne zuerst Juden werden zu müssen (nachzulesen in Apostelgeschichte 15).

Streng gläubige Juden glauben aber bis heute, dass alleine sie zu Gottes auserwähltem Volk gehören und dass sich Gott ausschließlich auf die Seite der Juden stellt.

Übrigens stellen Christen diese Auserwählung nicht infrage. Auch wir Christen glauben, dass die Juden, das Volk Israel, das von Gott auf der ganzen Welt einzig auserwählte Volk ist, zu dem er sich bedingungslos stellt. Und trotzdem glauben wir, dass Jesus die Tür auch für den Rest der Welt geöffnet hat. Aber dazu später mehr.

Der Hinduismus ist nach dem Christentum und dem Islam die drittgrößte Religion. Ihre Wurzeln sind auch schon sehr, sehr alt. Der Hinduismus hat sich etwa tausend Jahre vor Christus in Asien rund um Indien entwickelt. Hier kommen Glaubensvorstellungen aus verschiedenen Richtungen zusammen. Hinduisten glauben an keinen bestimmten Gott, so wie wir es tun. Bei ihnen gibt es mehrere Millionen Göttinnen und Götter und jeder Gläubige verehrt einen oder mehrere daraus. Es gibt auch keinen bestimmten Propheten oder Religionsgründer. Wichtig sind die alten Traditionen, der Glaube an den „ewigen Kreislauf“, in dem die eigene Seele nach dem Tod in einem anderen Menschen oder Tier weiterlebt. Darum würden Hindus sicher am wenigsten behaupten, ihre Religion sei die „einzig Richtige“.

Die Buddhisten berufen sich auf ihren Gründer Buddha (der eigentlich Siddhartha Gautama hieß). Er hat ungefähr 500 Jahre vor Christus in Indien gelebt und war auf der Suche nach der Ursache des menschlichen Leidens. Unter einem Baum erhielt er dann die „höchste Erkenntnis“: Das menschliche Leiden kommt hauptsächlich daher, dass die Menschen unzufrieden sind und immer mehr haben wollen. Wären die Menschen netter zueinander, gäbe es weniger Leiden. Er teilte seine Erkenntnisse den Menschen in seinem Umfeld mit. Viele schlossen sich ihm an. Nach seinem Tod breiteten sich diese Lehren als „Buddhismus“ aus. Auch Buddhisten haben wie Hinduisten das Ziel, immer mehr an Erkenntnis zu gewinnen und so aus dem „ewigen Kreislauf des Lebens“ aussteigen zu können. Darum missionieren sie nicht und behaupten auch nicht von sich, die einzig richtige Religion zu haben.

Der Islam ist die jüngste der Weltreligionen. Gründer ist der Prophet Mohammed. Mohammed hat etwa 600 Jahre nach Jesus gelebt. Von ihm sagt man, ihm sei der Engel Gabriel erschienen, der ihm mitteilte: „Es gibt nur einen Gott.“ Und Mohammed sei ab jetzt dessen berufener Prophet. Mohammed predigte das, was der Engel ihm aufgetragen hatte. Dabei ging es auch um ein gutes Leben, Gottesverehrung und das Leben im Paradies nach dem „letzten Gericht“. Nach dem Tod von Mohammed haben andere diese Reden und Anweisungen aufgeschrieben. Daraus ist der „Koran“ entstanden, das heilige Buch der Muslime. Und im Koran steht mehrfach, dass der Islam „die einzig wahre Religion“ sei. Anhänger des Islam werden im Koran sogar aufgefordert, gegen Ungläubige zu kämpfen. Das Glaubensbekenntnis der Muslime lautet: „Es gibt keinen Gott außer Allah, und Mohammed ist sein Prophet.“

Das Christentum geht auf Jesus Christus zurück. Von ihm wird erzählt, als er sich in einem Fluss von Johannes taufen ließ, öffnete sich der Himmel und eine Stimme sagte: „Dies ist mein Sohn, ihm gilt meine Liebe, ihn habe ich erwählt.“ (Matthäus 3,16). Später ist Jesus mit drei seiner Nachfolger auf einem Berg gewesen, auch dort haben sie eine Stimme vom Himmel gehört: „Dies ist mein Sohn, ihm gilt meine Liebe, ihn habe ich erwählt. Auf ihn sollt ihr hören!“ (Matthäus 17,2). Und Jesus selbst hat von sich gesagt: „Ich bin der Weg, denn ich bin die Wahrheit und das Leben. Einen anderen Weg zum Vater gibt es nicht.“ (Johannes 14,6) Damit sagt Jesus unmissverständlich, dass er der einzige Weg zu Gott ist. Also der „einzig Richtige“.

Wem von allen sollen wir nun glauben?

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Hinduismus, Buddhismus und die vielen anderen kleinen Religionen mehr die Suche nach der Erkenntnis darstellen und nicht so sehr von sich behaupten, die einzig wahre Religion zu sein. Du sagst: „Vielleicht existiert Buddha und unser Gott nicht.“ Dazu habe ich gezeigt: Buddha hat existiert, aber er hat nicht von sich gesagt, er sei der einzige Weg. Seine Nachfolger suchen eher nach der Wahrheit und der Erkenntnis und dem Auflösen im großen „Nichts“. Auch die anderen Naturreligionen sagen nicht: „Wir sind die allein Richtigen.“ Sie haben ein Gespür für Götter und Geister, oft auch Angst davor. Aber sie kennen keine anderen und möchten auch niemanden zu ihrer Religion bekehren oder überzeugen.

Es bleiben noch Judentum, Christentum und Islam, die von sich behaupten, sie hätten Gott alleine auf ihrer Seite.

Wer hat nun Recht?

Ich würde sagen: Der hat recht, der nachweislich (oder mit der höchsten Wahrscheinlichkeit) von Gott kommt.

Mohammed kommt nicht von Gott. Das behauptet er auch nicht. Er war ein gewöhnlicher Kaufmann. Er hat erzählt, ein Engel habe ihm die Botschaften gesagt, die er weitergegeben hat. Okay, kann so sein. Aber wer beweist das? Es könnte sein, dass Mohammed einfach gute und wichtige Dinge gesagt hat, mit denen er seinen Mitmenschen ein gutes Zusammenleben ermöglichen wollte. Ist ja auch an sich in Ordnung. Aber dass Gott selbst ihn durch einen Engel zum Propheten ernannt hat? Und dass Gott ihm auch gesagt hat, er hätte alleine recht und alle anderen Religionen wären falsch? Da müsste Mohammed oder seine Geschichte mir noch etwas glaubhafter vermitteln, dass die Geschichte nicht nur menschlich, sondern göttlich ist.

Jesus hat gesagt, er kommt von Gott. Okay, das könnte er sich auch nur ausgedacht haben, oder? Jesus könnte ein Angeber sein, der das nur behauptet hat.

Was ist dann mit den Geschichten, in denen die Stimme vom Himmel kam: „Dies ist mein Sohn“? Okay, die könnte sich auch jemand ausgedacht haben. Aber dann müssten es sich schon drei Leute ausgedacht haben, denn Matthäus, Markus und Lukas berichten davon.

Und Lukas beginnt sein Buch mit den Worten: „Schon viele haben versucht, all die Geschichten, die hier in den letzten Jahren passiert sind, aufzuschreiben. Diese Geschichten werden von Leuten erzählt, die selbst dabei waren! Augenzeugen! Und jetzt habe ich mich höchstpersönlich auch noch mal auf den Weg gemacht, um all dem nachzugehen, was man sich so erzählt. Von Geburt an. Und für dich, lieber Theophilus, habe ich das alles noch mal sortiert und in die richtige Reihenfolge gebracht. Du sollst dadurch lernen, dass das, was du über Jesus erfahren hast, wirklich stimmt.“ (Lukas 1,1-4) Und Johannes schreibt am Ende seines Buches: „Dieser Jünger (von dem vorher die Rede war), hat das alles, war hier steht, als Augenzeuge erzählt und selbst aufgeschrieben. Und wir wissen, dass das alles wahr ist. Jesus hat noch viel mehr getan. Aber wenn das alles aufgeschrieben werden sollte, gäbe es gar nicht genug Bücher, die das alles fassen könnten.“ (Johannes 21,24) Später schreibt Johannes noch mal in einem Brief: „Wir erzählen von dem, was wir selbst gehört und mit eigenen Augen gesehen und sogar mit unseren Händen angefasst haben: Jesus, der das ewige Leben bringt! Wir sind Zeugen für den, der bei Gott, dem Vater war und zu uns gekommen ist. Und genau das, was wir von ihm gehört haben, predigen wir.“ (1. Johannes 1,1-3) Die vier ersten Bücher im Neuen Testament sind voll von Zeichen und Wundern, die Jesus getan hat, an denen sie gesehen haben: Das kann Jesus nicht von alleine getan haben. Das geht nur, weil er Gottes Sohn ist. Petrus erklärt in seiner ersten Predigt: „Gott hat Jesus durch all die außergewöhnlichen Wunder bestätigt, die er vor euer aller Augen hier geschehen ließ.“ (Apostelgeschichte 2,22) Zwischendurch hat Johannes der Täufer selbst mal Zweifel bekommen, ob Jesus wirklich der versprochene Retter ist. Er ließ Jesus aus dem Gefängnis heraus fragen: „Bist du der, den Gott versprochen hat? Oder sollen wir auf einen anderen warten?“ Und Jesus sagt den Leuten, die ihn das gefragt haben: „Geht zu Johannes und erzählt ihm, was ihr hier seht: Blinde können wieder sehen. Gelähmte können wieder gehen. Hautkranke bekommen wieder eine reine Haut. Taube können wieder hören. Sogar Tote werden wieder lebendig. Und die, die am Rand stehen, bekommen eine Hoffnungsbotschaft erzählt. Und gut haben es die, die nicht an mir zweifeln.“ (Matthäus 11,1-6) Also. Die Freunde von Johannes konnten mit eigenen Augen sehen, was da gerade passierte. Wunder, die kein Mensch von sich aus tun kann.

Okay, jetzt könnten Leute immer noch hergehen und sagen: „Das haben sich die Nachfolger von Jesus nur ausgedacht.“

Sag ich: Da müssten sich aber ziemlich viele Nachfolger ziemlich viel über Jesus ausgedacht haben. Oder?

Und selbst wenn die Geschichten bloß Legenden wären (wovon ich nicht ausgehe): Haben die sich auch ausgedacht, dass Jesus gestorben und wieder auferstanden ist? Du kennst vermutlich die Geschichten vom Tod und der Auferstehung von Jesus. Wenn das wahr ist und nicht bloß eine Legende oder ein Märchen – dann kann Jesus nicht bloß ein normaler Mensch gewesen sein. Dann muss er von Gott kommen. Richtig? Das wäre ein wirklicher Beweis. Auferstehung kann niemand von alleine nachmachen. Auch Buddha und Mohammed sind nicht vom Tod auferstanden.

In der Bibel sind vier Bücher (Matthäus, Markus, Lukas, Johannes), in denen nacherzählt wird, wie Jesus gestorben ist, und zwar nicht bloß scheintot oder ohnmächtig! Ein Soldat hat mit einem Speer in den toten Körper gestochen und festgestellt, dass da kein reines Blut mehr, sondern hauptsächlich Wasser rauskam! Und die vier Bücher berichten, wie Jesus auferstanden ist. Sie erzählen, wie die Frauen am Grab und die Jünger im Versteck Jesus persönlich getroffen haben. Wie sie sogar mit ihren Händen die Wunden von der Kreuzigung anfassen durften! Vier Leute, die sich absprechen, um den Menschen Lügen zu erzählen? Warum?

Später hat Paulus einen Brief an Christen in Korinth geschrieben und dort auch noch mal bezeugt, dass das mit der Auferstehung kein Traum oder eine Fantasie war: „Christus ist am dritten Tag von den Toten auferweckt worden. Zuerst hat er sich Petrus gezeigt, danach dem ganzen Kreis der Jünger. Später sahen ihn noch einmal über fünfhundert Christen auf einmal! Einige sind zwar inzwischen gestorben, aber die meisten leben noch!“ (1. Korinther 15,4-6) Das heißt, Paulus hat den Korinthern damit zum Ausdruck gebracht: „Wenn ihr wollt, könnt ihr diese Leute noch selbst befragen! Das sind keine Spinner und keine Lügner! Die haben das alles mit eigenen Augen gesehen und ihr könnt noch nachfragen!“

Okay, inzwischen leben diese Zeugen alle nicht mehr. Aber der Brief von Paulus ist noch da. Man kann ihn bis heute lesen. Und auch Historiker, die ja gerne schon mal behaupten, das sei alles ausgedacht, geben zu, dass dieser Brief von Paulus echt ist.

Also, für mich sind das schon ziemlich viele Zeichen dafür, dass dieser Jesus nicht nur ein netter Mensch war, der nette Reden gehalten hat. Jesus hat sich durch die Wunderzeichen und durch die Auferstehung als Gottes Sohn erwiesen. Und darum hat das, was dieser Jesus sagt, für mich die höchste Bedeutung.

Wenn du also mich fragst, warum wir Christen davon ausgehen, dass das Christentum die einzig richtige Religion ist, dann ist das meine Antwort:

1. Jesus hat gesagt, dass er der einzige Weg zu Gott ist.

(Gegenfrage: Wieso glaubst du, dass er damit recht hat? Das könnte immerhin jeder sagen.)

2. Was Jesus sagt, hat mehr Bedeutung als bei jedem anderen Menschen, denn er ist der Sohn von Gott.

(Gegenfrage: Woher weißt du, dass er der Sohn von Gott ist? Das kann jeder von sich behaupten und kann ja gelogen sein.)

3. Seine Wundertaten, die Stimme von Gott aus dem Himmel und ganz besonders seine Auferstehung beweisen ihn als Gottes Sohn.

(Gegenfrage: Woher weißt du, dass die Geschichten nicht ausgedacht sind?)

4. Es sind mehrere Zeitzeugen, die das alles aus eigener Erinnerung aufgeschrieben haben. Es sind mehrere Autoren, die sich auf den Weg gemacht haben, das alles zu überprüfen und dann aufzuschreiben. Es gab zur Zeit von Paulus noch jede Menge Zeitzeugen, die das immer noch bestätigen konnten. Wieso sollten so viele Leute lügen, Märchen auftischen oder Legenden verbreiten? Würden all diese Leute für ein Märchen oder eine Legende Verfolgung und Gefängnis auf sich nehmen? Ich sage: Nein. Darum finde ich, sind die überlieferten Berichte echt. Und darum ist Jesus wirklich auferstanden. Und darum ist er Gottes Sohn. Und darum ist das, was Jesus sagt, von Bedeutung. Und darum stimmt es, wenn er sagt, er ist der einzige Weg zu Gott.

Und darum folge ich Jesus nach. Dem einzigen Sohn von Gott, der mir ermöglicht, selbst ein Freund von ihm und damit auch von Gott zu werden. Und darum darf ich mich jetzt schon auf meine eigene Auferstehung und auf ewiges Leben bei Gott freuen.

Ganz herzliche Grüße

Von

Harry

Offener Brief an ein Opfer geistlichen Missbrauchs

Liebe Deborah,

wir kennen uns nicht persönlich. Trotzdem möchte ich dir heute schreiben, weil ich finde, es ist Zeit, sich bei dir im Namen aller Christen zu entschuldigen.

Ich habe im Internet von dir gelesen. Und gesehen. Darum kenne ich dich und deine Geschichte vermutlich besser als du mich und meine Geschichte.

Du sagst, du bist in einer christlichen Gemeinde aufgewachsen. In einer solchen, die versucht, sich nach den Maßstäben der Bibel zu richten. Die die Bibel ernst nimmt. Die sich vermutlich als „bibeltreu“ bezeichnen würde. Und die von anderen gerne als „fundamentalistisch“ betitelt wird.

Was heißt das?

Ein Fundament zu haben, ist ja eigentlich etwas Gutes. Wir alle haben unsere Überzeugungen, unsere Basis. Selbst unsere Demokratie hat ein Fundament: die Menschenrechte. Und das ist fundamental wichtig, denn daraus erwächst unsere Einstellung und das, was wir tun. Als „fundamentalistisch“ wird derjenige bezeichnet, der so starr an den Grundsätzen seiner eigenen Prinzipien festhält, dass er darüber den Blick für die Realität verliert. Das kommt auch in der Politik vor, wo sich zum Beispiel eine Partei in die „Fundis“ und die „Realos“ aufteilen. Also die, die ganz starr an den ursprünglich mal festgelegten Grundregeln festhalten, und die, die ihre Grundregeln immer wieder an der zeitlichen Entwicklung, der Realität, messen und sie entsprechend anpassen.

Christlichen Fundamentalisten wirft man vor, sie würden die Bibel als „Gottes Wort“ verstehen. Sie würden glauben, Jesus sei wirklich auferstanden und lebe bis heute bei seinen Anhängern und käme eines Tages für alle sichtbar wieder. Wenn das die einzige Definition für einen Fundamentalisten wäre, dann würde ich diesen Begriff liebend gerne als Ehrentitel auf meine Brust kleben. Denn auch für mich ist die Bibel das Fundament. Sie ist das Fundament für meinen Glauben, für mein Leben im Alltag, für meinen Umgang mit meinen Mitmenschen, für meinen Umgang mit Schuld und Versagen, besonders für meine hoffnungsvolle Perspektive über dieses Leben hinaus. Die Art, wie Jesus mit Menschen umgegangen ist, besonders mit Randgruppen, Kindern, Ausgegrenzten, ist für mich fundamental. Dass Jesus Gottes Sohn ist und nicht bloß ein netter Mensch, der Gewaltfreiheit gepredigt hat, ist Fundament meines Glaubens. Ebenso glaube ich, dass Jesus „in echt“ gestorben und tatsächlich auferstanden ist und damit die Möglichkeit eröffnet hat, angstfrei mit Gott zu leben. Das alles sind Glaubensfundamente, von denen ich nicht abrücken möchte. Diesbezüglich bin ich wirklich fundamentalistisch.

Das allgemeine Verständnis vom christlichen Fundamentalismus geht aber noch weiter. Da wird von geistlichem Missbrauch gesprochen. Von Manipulation. Von Ausgrenzung. Von Druckausübung. Von Drohungen und Abgrenzung. Von „wir hier drinnen“ und „die da draußen“. Von unsensibler Gesetzlichkeit, von psychischer und manchmal sogar körperlicher Gewalt. Von all dem distanziere ich mich entschieden. Und ich hoffe, dass ich im Laufe meiner Zeit als Mitarbeiter in der Gemeinde und beim Bibellesebund nichts davon angewandt habe. Besonders in meiner Arbeit mit Kindern.

Du, Deborah, hast erzählt, du hast all das erlebt. Du sagst, man hat dir als Kind schon mit der Hölle und mit Gottes Strafe gedroht. Man hat dich klein gehalten, indem man dir gesagt hat, dass du eigentlich nicht gut genug bist. Dass „ein Sünder zu sein“ immer bedeutet, einem Ideal nachlaufen zu müssen, dem man nicht genügen kann. Dass „ein Leben nach Gottes Maßstab zu führen“ immer bedeutet, eine nicht enden wollende Liste von „Das musst du“ und „Das darfst du nicht“ abarbeiten und befolgen zu müssen. Man hat dir die Geschichten aus der Bibel mit erhobenem Zeigefinger erzählt. Und die „Moral von der Geschicht“ war oft ein weiterer Punkt auf deiner To-Do-Liste: noch mehr zu deinem Glauben stehen, noch mehr deinen Mitschülern von Jesus erzählen, noch konsequenter in der Bibel lesen, noch intensiver deine Schuld bekennen und Gott um Vergebung bitten. Noch mehr, noch höher, noch heiliger. Und du hast das alles geschluckt, weil auch Widerspruch nicht erwünscht war. Weil dir niemand gesagt hat, dass Gottes Liebe dir gegenüber nicht an Bedingungen geknüpft ist. Weil das Joch, das man dir auferlegt hat, weder sanft noch leicht war.

Liebe Deborah, und weil ich weiß, dass du mit deinem Schicksal nicht alleine dastehst, und weil ich weiß, dass es viele Gemeinden gibt, die bewusst oder unbewusst so arbeiten, könnte ich Tag und Nacht weinen. Mit dir und mit all den anderen Kindern, die die Gute Nachricht von Jesus wie eine Fußfessel mit Eisenkugel vermittelt bekommen haben. Und die sich als Erwachsene mit viel Anstrengung und Therapie davon „freischwimmen“ müssen und sich dabei von allem Christlichen distanzieren, als wären sie einem Gefängnis entflohen.

Es tut mir unendlich leid, liebe Deborah, dass es den Christen in deiner Gemeinde nicht gelungen ist, dir zu erzählen, dass Jesus im Grunde eine frohe Botschaft hat, eine Botschaft der Freiheit. Dass Jesus ganz besonders den Niedergedrückten zugerufen hat: „Kommt her zu mir alle, die ihr auf dem letzten Loch pfeift. Ich will euch aufbauen, aufmuntern. Ich will euch Ruhe geben für eure Seele.“ Dass er Menschen mit Ecken und Kanten dazu ermutigt hat, ihm nachzufolgen. Dass er ganz besonders ein Herz für Kinder hatte und sogar den Erwachsenen gesagt hat, sie sollten sich ein Beispiel an den Kindern nehmen.

Hape Kerkeling kommt in seinem Buch: „Ich bin dann mal weg“ zu der Erkenntnis, dass Gott wie ein guter Film ist, der aber in einem schlechten Dorfkino gezeigt wird: Da ist der Filmprojektor alt, die Tonqualität schlecht, die Umgebung laut – und so merkt man vor lauter miserabler Umstände gar nicht, dass der Film eigentlich richtig gut ist.

Vielleicht hast du in deiner Gemeinde Gott so gezeigt bekommen, dass er eher gruselig als liebevoll rüberkam. Weil die Menschen den liebenden Gott eher gruselig als liebevoll dargestellt haben.

Ja, ich weiß: Es gibt auch brutale Geschichten in der Bibel. Kriegsgeschichten. Menschen und Tiere ertrinken in der Sintflut, alle Jerichobewohner werden nach der Eroberung abgeschlachtet, Goliath bekommt von David nach dem Sieg den Kopf abgehauen. Irritierend für ein Kind unserer Zeit. Ganz klar. Und auch Jesus ist nicht nur der Friedenspfeifen-Raucher der Nation. Jesus hat auch provokative Dinge gesagt. Er hat Geschichten erzählt, die darauf rauslaufen, dass Menschen in einen Feuerofen geworfen werden, in dem „Heulen und Zähneklappern“ herrscht. Er hat Markthändler unsanft aus dem Tempel geworfen, er hat bestimmte religiöse Gruppen als Heuchler, Nattern und Schlangenbrut beschimpft. Und sicher ist es ein Spagat für alle in der Arbeit mit Kindern, dem Nachwuchs einen Jesus zu vermitteln, der einerseits Liebe und Barmherzigkeit gepredigt und vorgelebt hat und andererseits auch ordentlich austeilen konnte, sodass die Leute vor den Kopf gestoßen waren.

Unsere Bibellese-Zeitschrift Guter Start hat den Anspruch, mit Kindern ab 9 Jahren innerhalb von vier Jahren einmal durch weite Teile der Bibel zu gehen, indem sie für jeden Tag einen kurzen Abschnitt zum Lesen vorschlägt und diesen anschließend mit Fragen, Rätseln und Beispielgeschichten bespricht. Ja, und da kommen dann nicht nur die süßen Geschichten vom verlorenen Schäfchen vor. Da stolpert man über Begriffe wie Himmel und Hölle, Sünde und Gerechtigkeit, Tod und Teufel, Strafe und Gericht. Ja, auch das steht in der Bibel. Und ich selbst war zehn Jahre lang verantwortlicher Redakteur dieser Zeitschrift und habe bei jedem einzelnen Text um Formulierungen gerungen, wie wir mit den Kindern über manche rigorose Aussage stolpern, staunen, sie erklären, deuten und manchmal auch einfach stehen lassen können.

Die Frage ist aber auch hier: Was ist die Grundlinie der Bibel? Welcher Unterton wird insgesamt angeschlagen? Was sind die Basics von Jesus? Was ist sein Fundament? Ist das nicht unentwegt die Liebe zum Mitmenschen, das sorgenfreie Gottvertrauen, die Versöhnung mit Gott, dem Vater?

Ich hoffe und bete, dass ich in meiner Arbeit mit den Kindern und in meiner Zeit als Guter-Start-Redakteur nicht mit Angst und Druck gearbeitet habe. Dass ich nicht mit den Höllenhunden in den Himmel getrieben habe. Das liegt mir wirklich ferne! Und sollte ich das doch getan haben, bitte ich hiermit alle, die in meinen Veranstaltungen oder in meinen Heften und Büchern Druck und Manipulation empfunden haben, aufrichtig um Entschuldigung!

Aber wer weiß, wie meine Worte bei meinen Zuhörerinnen und Zuhörern angekommen sind, ohne dass mir das bewusst war? Allein, wenn ich die Jahreslosung zitiere: „Du bist ein Gott, der mich sieht“, dann könnten zwei Kinder, die nebeneinandersitzen, diesen Satz völlig unterschiedlich aufnehmen. Das eine denkt vielleicht: „Wie schön, dass ich nicht alleine bin, sondern dass sich da jemand für mich interessiert und auch sieht, wie andere mir Unrecht tun.“ Und das andere denkt: „Oh Hilfe, big Brother is watching me! Ich will gar nicht die ganze Zeit von Gott beobachtet und dadurch vielleicht kontrolliert werden!“ Bekanntlich gibt es ja mehrere Arten, dieselbe Botschaft zu hören, einzuordnen und auf sich zu beziehen.

Und natürlich: Wie der Glaube eines Kindes geprägt wird, liegt nicht nur an mir. Da kommen Familie, Freunde, Schule und viele andere Personen dazu, die ihre Prägung auch in der Sicht über Gott und Glaube mitgeben. Da sind Fernsehen, Bücher, alle zur Verfügung stehende Medien, die das Denken in bestimmte Richtungen lenken. Und schließlich liegt es auch an der eigenen Persönlichkeit und mit welchem inneren Selbstverständnis und mit welchem biografischen Hintergrund jemand das Gehörte interpretiert. Ganz klar.

Damit will ich mich nicht aus der Affäre ziehen. Ich weiß, es liegt nicht nur an mir, aber es liegt unter anderem eben doch auch an mir. Denn in dem Moment, in dem ich die Geschichten aus der Bibel erzähle, bin ich der Botschafter. Da kommt es ganz klar auf das an, was ich vermittle: auf meine Worte, meine innere Haltung dem Kind gegenüber, meine Körpersprache, auf die ganze Atmosphäre, die ich verbreite. Mir wird an deiner Erzählung, Deborah, und an der all deiner Nicht-mehr-Christen-Geschwister deutlich, wie sehr wir darauf aufpassen müssen, wie wir von unserem Glauben erzählen. Denn nach wie vor finde ich, dass die Botschaft von Jesus eine gute Nachricht ist. Und ich glaube auch, dass viele von denen, die dir, Deborah, damals von Gott erzählt haben, das auch so bestätigen würden. Und trotzdem glaube ich, dass da in der Vergangenheit auch viel schiefgelaufen ist. Dass da unwissentlich viel Schrott erzählt wurde. Und es wird Zeit, dass wir als Erwachsene, wir als Gemeinden dafür geradestehen, Schuld eingestehen und „Buße tun“, wie wir es als Insider so schön sagen.

Und darum möchte ich dich und all die Verletzten der Kinderstunden der vergangenen Jahre im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Arbeit mit Kindern von ganzem Herzen um Vergebung bitten.

Bitte vergebt uns, wo wir Liebe mit Leistung verwechselt haben. Wo wir Vergebung an Bedingungen geknüpft haben. Wo wir eure Fragen und Zweifel nicht zugelassen, nicht gehört, nicht ernst genommen haben. Wo wir euch unsere Erkenntnisse bezüglich der Bibelgeschichten aufgenötigt haben, ohne euch zu fragen, wie ihr das seht oder wo euch etwas verunsichert oder sogar Angst macht. Bitte vergebt uns, wo wir euch klein gemacht, anstatt euren Wert herausgestellt haben. Bitte vergebt uns, wo wir euch mit unseren Inhalten überfordert haben. Und wo wir gedacht haben, ein Ausmalbild von einem Walfisch, der gerade einen Menschen auffrisst, würde euch helfen, eure Irritation zu verarbeiten.

Ich kann euch versichern, ich habe als Kind auch einige dieser Sätze gehört und Lieder gesungen, die ich so heute nicht mehr weitergeben würde. Und ich habe so manchen erhobenen Zeigefinger während der Erzählung der biblischen Geschichten gesehen. Und ich habe auch Ermahnungen gehört wie: „Wenn du den Heiland lieb hast, dann wirst du doch sicherlich dieses tun und jenes nicht tun.“ Ich habe auch als Kind in der Bibel gelesen und anschließend in dem Begleitheft die Aufforderung bekommen, in der Klasse von Jesus zu erzählen (und es trotzdem nicht getan, weil ich mich nicht getraut habe). Und ja, ich habe mich später als Junger Erwachsener über einige dieser Dinge nachträglich geärgert. Und ich habe hier und da meine Einstellung geändert. Dinge nicht mehr so hart und krass und „fundamentalistisch“ gesehen. Mich von dilettantischer Gesetzlichkeit und Erbsenzählerei distanziert.

Aber meinen Glauben an Gott hab ich nicht über Bord geworfen. Von Jesus habe ich mich nicht distanziert. Warum nicht? Vielleicht, weil es all den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in meiner Kindheit gelungen ist, mir die richtigen Basics zu legen. Die Liebe von Gott und die Freundschaft von Jesus so ins Herz zu legen, dass das mein Fundament wurde. Weil ich bei ihnen so etwas wie Liebe und Wertschätzung gespürt habe. Weil ich gemerkt habe, dass die leben, was sie glauben. Weil ich gesehen habe, dass auch bei ihnen neben all den Moralvorstellungen die Liebe zu Gott und zu mir das Fundament waren. Darum konnte ich später einige Gesetzlichkeiten ablegen und mich von falschen Glaubensgrundsätzen „freischwimmen“. Aber an Jesus und seiner Hoffnungsbotschaft konnte ich festhalten. An Gott als meinen liebenden Vater, der mich durchs Leben begleitet, auch. An der Bibel als Fundament für mein Leben ebenfalls. Ich hatte gelernt zu unterscheiden zwischen dem lebensbejahenden Film und dem nur mäßig vollkommenen Dorfkino, zu dem ich inzwischen ja selbst gehöre.

Und darum, liebe Deborah, möchte ich heute auch dafür werben, dass du zwar das enge Korsett deiner christlichen Erziehung öffnest oder vielleicht auch ausziehst, aber dabei nicht deinen kompletten Glauben an Gott und seinen Sohn Jesus ablegst. Denn nach wie vor glaube ich, dass die Botschaft von Jesus eine Hoffnungs- und Versöhnungsbotschaft ist. Und dass Gott ein Vater ist, der dich sieht (siehe Jahreslosung 2023), liebt und mit offenen Armen auf dich wartet.

Ich stelle fest, dass du und viele andere der verletzten Kinder euch in Selbsthilfegruppen zusammenfindet, um über eure Erfahrungen zu reden und wieder heil zu werden. Ich sehe, dass ihr im Internet Seiten und Accounts gründet, in denen ihr darstellt, welches Leid euch zugefügt wurde. Das ist schlimm und das Leid will ich auch nicht schmälern. Wirlich nicht. Nein, es ist gut, wenn endlich öffentlich darüber gesprochen wird, wie wir in der Arbeit mit Kindern sensibler mit unserer Sprache und mit den Inhalten umgehen. Trotzdem fänd ich es schade, wenn ihr in eurer Entscheidung, der Gemeinde den Rücken zu kehren, auch Jesus den Rücken kehrt und damit den Film mit dem Dorfkino verwechselt. Denn ich würde mal sagen, nicht Gott hat euch verletzt, sondern Gottes Bodenpersonal. Richtig? Nicht Jesus hat euch Unrecht getan, sondern seine Botschafter.

Was mir beim Lesen eurer traurigen Beiträge im Internet auffällt, ist, dass ich darin auch eine große Sehnsucht wahrneme. Eine Sehnsucht nach einem Gott, der euch so liebt, wie ihr seid. Der euch in seine Arme schließt und euch die Weite des Himmels zeigt. Ich spüre eine Suche nach einem Glauben, der aufrichtet. Nach diesem Gott, der euch wirklich sieht. Und heilt. Diese Foren wirken auf mich ein bisschen wie eine Gruppe von Schafen, die keinen Hirten mehr haben. Oder wie Menschen, die ins Dunkle gestoßen wurden und nun nach Licht suchen. Oder wie jemand, der von einer kaputten Hauptstraße abgebogen ist und nun den richtigen Weg nicht findet. Und ich glaube, die Antwort darauf ist nach wie vor Jesus. Und ich glaube, ein Teil in euch glaubt das auch noch und sehnt sich danach, dass da immer noch ein guter Hirte ist, der euch sucht. Ein Licht, das euch leuchtet. Ein Weg, der ein gutes Ziel hat. Darum hört nicht auf, nach ihm zu fragen.

Und ich fände gut, wenn wir wieder in einen Austausch kommen könnten, in dem wir über unsere Erfahrungen und unsere Inhalte reden und wie wir die gute Nachricht von Jesus wieder zu einer guten Nachricht werden lassen können, die Kindern und Erwachsenen Mut und Hoffnung zu einem befreiten Leben gibt.

In diesem Sinne grüße ich dich, Deborah, stellvertretend für alle groß gewordenen Kinder der damaligen Kinderstunden, die den Gott ihrer Kindheit losgelassen haben und mit den bisher gefundenen Alternativ-Antworten nicht wirklich zufrieden sind.

In herzlicher Verbundenheit

Harry