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05 Mrz 2019

Feiert Jesus Kids Festival hat begonnen

Abgelegt unter: Allgemein

fjk 2019 1 leinwand

Soeben hat in Schwäbisch Gmünd das „Feiert Jesus Kids Festival“ begonnen. Viele Familien treffen sich im Haus „Schönblick“, um mit vielen Liedern, Spielen und Geschichten aus der Bibel Jesus zu feiern.

In diesem Jahr übernehmen erstmalig Constanze Fischer und Janosch Plavac (Bibellesebund) das Programm. Aber ein Spion hat schon herausgefunden, dass der schlaue Professor, der per Video-Skype-Call auf der Leinwand zu sehen ist, irgendwelche Ähnichkeiten mit anderen lebenden Personen hat …

Wie auch immer: Allen Teilnehmern und Mitarbeitern des Feiert-Jesus-Kids-Festival wünsche ich ein fröhliches Singen und Tanzen und eine dicke Bereicherung beim Eintauchen in die Bibel!

28 Feb 2019

Schlunzmusical in Gummersbach

Abgelegt unter: Musical

schlunz musical kinder

Für alle, die in der Nähe von Gummersbach wohnen, gibt es im März die Möglichkeit, das Musical vom Schlunz auf der Bühne zu erleben. Und zwar im Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde, Von-Steinen-Straße 2. Eine Liveband wird die 40 Kinder zwischen 6 und 12 Jahren beim Singen begleiten. Seit fast zwei Jahren proben die Schauspielerinnen und Schauspieler, Sängerinnen und Sänger, Tänzerinnen und Tänzer unter der Leitung von Annette Giebeler an der Aufführung. Im Herbst war schon einmal eine Aufführung geplant, die aber dann kurzfristig wegen eines Wasserschadens verschoben werden musste.

Jetzt kommt aber hoffenlich nichts mehr dazwischen.

Auf viele begeisterte Zuschaer freuen sich die Kirchenmäuse der Ev. Kirchengemeinde Gummersbach und die Kostümnäher, Kulissenbauer, Choreografie-Einstudierer und viele andere Mitarbeiter und Helfer.

schlunz musical einladung

20 Feb 2019

Ben und Lasse 5: „Agenten als Piratenbeute“

Abgelegt unter: Ben und Lasse

An alle Ben-und-Lasse-Fans:

Der fünfte Band der Agentereihe „Ben und Lasse“ ist in Arbeit, diesmal unter dem Titel: „Agenten als Piratenbeute“.

Die Brüder Ben und Lasse sind in einem Freizeitpark unterwegs, in dessen Mittelpunkt sich ein riesengroßer See befindet, der „Piratensee“. Der Piratensee ist eingezäunt. Einzig einige große Piratenschiffe, auf denen man als Parkbesucher eine Runde fahren kann, dürfen über den See schippern. Grund: In dem Piratensee hält der Park gefährliche Krokodile, die man sich ausschließlich während einer Rundfahrt mit dem Piratenschiff anschauen kann, In der Mitte des Sees wiederum ist vom Ufer aus eine Insel zu sehen: die „Todesinsel“.

Ben und Lasse bekommen während ihres Aufenthalts von einem Anschlag mit, den zwei Parkangestellte gegen den Park und desssen Besitzer geplant haben. Als sie Hilfe holen wollen, werden sie von den Bösewichten geschnappt, gefesselt und verschleppt. Kurz darauf finden sich die Nachwuchs-Agenten mitten auf der Todesinsel wieder, weit genug weg vom Rand, sodass sie niemand hören kann. Stattdessen sind sie pausenlos umringt von Krokodilen. Und um fünf Uhr soll der Anschlag auf den Park verübt werden. Können die Jungen noch helfen?

In den letzten Wochen war ich fast ununterbrochen am Schreiben. Gleichzeitig mussten Titel und Titelbild entstehen. Hier seht ihr, welche Zeichnung ich dem Cover-Illustrator Thomas Georg als Vorlage geliefert habe und was für ein supertolles Titelbild daraus entstanden ist. Es ist einfach klasse, mit so tollen Künstlern zusammenarbeiten zu dürfen. Vielen Dank, Herr Georg, für die Illustration! Und vielen Dank an Luba Siemens für die Fertigstellung des Covers! Im Moment bin ich noch am Schreiben, aber ich habe heute schon den Showdown eingeläutet. Gleich werden meine Abenteurer sich die Schlacht auf Leben und Tod mit den Attentätern liefern. Huh, das wird spannend!

Ich bin jetzt schon gespannt auf die Reaktionen der Leser! Erscheinen soll das Buch im Herbst. Ich freu mich schon!

bul 5 scribble u cover

11 Feb 2019

Härry Vooos und seine diversen Möglichkeiten, ihn auszusprechen

Abgelegt unter: Allgemein

harry voß platz

Heute erreichte mich eine sehr interessante Nachricht, die ich gerne auch den andren Bloglesern vorstellen und meine Antwort teilen möchte:

Lieber Herr Voß,
meine Tochter Sarah hat für ihre Buchvorstellung in der 3. Klasse Ihren Schlunz ausgewählt.
Seitdem beschäftigt uns in der Familie, wie man Ihren Namen richtig ausspricht. Ich habe versprochen Ihnen eine Nachricht zu schicken. Heißen Sie Harry mit „a“ oder mit „ä“?
Und spricht man „Foß“ oder „Woß“? Langes „o“?
Oder kurzes „o“
Ich tippte auf „Foos“.
Herzliche Grüße aus Augsburg, hier sprechen wir eh ganz anders…
Sabine Schill und Sarah

Hier meine Antwort:

Liebe Familie Schill,

nicht nur ihr habt Schwierigkeiten, aus der Fülle der Aussprachenmöglichkeiten die richtige auszuwählen. Immer wieder staune ich, mit welcher Kreativität ich bei Lesungen oder anderen Veranstaltungen begrüßt werde.

Beginnen wir mit dem Vornamen: Eine der häufigsten Fragen, die mir bezüglich meines Namens gestellt werden, lautet: „Heißt du eigentlich wirklich Harry oder heißt du in echt Harald und Harry ist die Abkürzung?“ Meine Standart-Antwort lautet dann: „Ja, Harry ist eine Abkürzung. In echt heiße ich Haraldo Viktualio Rollgardino Schokominzo Efraimissohn Voß.“ Die ehrliche Antwort müsste lauten: „Ja, ich heiße wirklich und in echt Harry. Keine Abkürzung, kein Künstlername. Steht so im Pass.“ Aussprache: Harry könnte aus dem Englischen kommen. Dann würde es auch englisch ausgesprochen, wie „Harry Potter“. Das englische „Harry“ ist die Verniedlichung von „Henry“ und das ist die englische Version von „Heinrich“. Dann hieße ich quasi Heinrich. Harry wird aber deutsch ausgesprochen. Wie Harry Hirsch, Harry Valerien und Harry Belafonte. Die Annahme, man könnte Harry englisch aussprechen, ist überhaupt erst seit Harry Potter aufgekommen. Vorher kam niemand auf die Idee, es könnte englisch ausgesprochen werden. Neuerdings kommt niemand auf die Idee, es könnte deutsch ausgesprochen werden. Deutsch ist aber richtig. Also Harry mit A.

Der Nachname Voß (oder Voss, Vos) kommt aus dem Norddeutschen bzw. Niederländischen. Dort ist es das Wort für „Fuchs“. Meine Vorfahren werden also ziemlich fuchsig drauf gewesen sein. :-) Zu dem Namen bin ich gekommen, weil mein Großvater väterlicherseits aus Hamburg kommt. Dort ist „Voß“ ein sehr häufiger Nachname. Ausgesprochen wird es mit kurzem O. Wie in „Boss“ oder Schloss“. Vor der Rechtschreibreform Ende der 90iger ist das auch niemals infrage gestellt worden. Denn damals schrieb man auch noch „naß“, „Schloß“ und „Boß“ und hat es trotzdem richtig ausgesprochen. Aber heutzutage lautet die Regel: Vor einem scharfen ß wird der Vokal lang gesprochen (Straße, Fuß, Floß). Alle kurzen Vokale (nass, Schloss, Nuss) werden zur Verdeutlichung mit zwei S geschrieben. Dumm nur bei all den Eigennamen wie „Haßloch“, „Bißmann“, „Raßnitz“ oder auch „Voß“. Die müssten sich richtigerweise jetzt mit zwei S schreiben. Tun sie aber nicht. Stattdessen müssen sie ihre Aussprache jetzt immer erklären.

Besonders schlimm hat mein Name gelitten, als er mal in einem internationalen Heft abgedruckt wurde und man dort kein ß auf der Tastatur hatte und man sich behelfen wollte, indem man stattdessen ein großes B hingesetzt hat (sieht aus der Sicht eines Ausländers, der mit dem ß keinen Umgang hat, ja auch ähnlich aus). Das hatte zur Folge, dass ich von internationalen Kollegen mit „Mr. Vobb“ angesprochen wurde. Hm, dachte ich mir. Da ist Vooos ja noch harmloser.

Übrigens werde ich auch immer mal wieder darauf angesprochen, ob ich eine holländische Spedition besäße. Immer wieder werden große LKW aus den Niederlanden mit der fetten Aufschrift „VOS“ oder sogar „HARRY VOS“ gesichtet. „Klar“, sag ich dann. „Das ist mein Zweitjob. Damit unterstütze ich den Bibellesebund. Dass da VOS mit nur einem S auf dem LKW steht, liegt daran, dass mein kompletter Name nicht auf die Plane passte.“ Ist aber ein Scherz. Quasi gelogen. Mit dem Herrn Harry Vos aus Holland hab ich nichts zu tun. Weder verwandt, noch verschwägert.

Also.

Mein Name ist Harry Voß. Ja, ich heiße wirklich so. Mein Vater heißt Harald, der wurde in seiner Kindheit auch Harry (oder Harri??) genannt, in diesem Fall war Harry eine Abkürzung. Bei mir nicht. Harry wird mit A gesprochen. Wie in Knarre. Voß wird mit kurzem O gesprochen. Wie in Tross. Und ich entschuldige mich bei allen, die ich mit meinem Namen in phonetische Schwierigkeiten bringe. Aber die sind ab jetzt ja überwunden. Richtig?

15 Jan 2019

Sehen wir uns in 2019?

Abgelegt unter: Allgemein, Harry unterwegs

harry zaubert 01

Ein frohes und glückliches Jahr euch allen! Da ich in diesem Jahr wieder hier und da unterwegs bin, könnte es sein, dass wir uns begegnen. Zum Beispiel bei folgenden Events:

27.01.: Sketche von Iris und Harry beim Offenen Nachmittag für Senioren in Eschenburg-Eibelshausen

07.02.: Lesung in der Sternschule Gelsenkirchen

01.03.: Lesung in der Grundschule Lüdenscheid

15.03.: Lesung in der Aartalschule in Niederweidbach

16.03.: Schlunznachmittag im Winterspielplatz der FeG Wolzhausen. Infos HIER

22.03. Schlunznachmittag in 74532 Leofels

Leofels schlunznachmittag

23.03. Schulung für Kindermitarbeiter in Altensteig. Infos HIER

10.04. Fortbildung für Erzieherinnen in Marienheide

02.05. Lesung in der Immanuel-Schule in Bückeburg

03.-05.05. Agententage in 35713 Eschenburg Eibelshausen

10.05. Theaterabend mit Iris und Harry in Niederdresselndorf

16.05. Zauberworkshop für Kinder im BLB-Zentrum Marienheide. Infos HIER

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25.05. Workshop für Mitarbeiter in der Arbeit mit Kindern im BLB-Zentrum Marienheide. Infos HIER

26.-30.06. Schlunztage in 31691 Seggenbruch

13.-19.07.: Kibi Ferientreff auf Baltrum. Infos HIER

01.-10.08.: Kinderfreizeit in Plön. Infos HIER

13.-15.09.: Schlunzfreizeit in Witten. Infos HIER

02.10.: Theaterabend mit Iris und Harry im BLB-Zentrum Marienheide

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06.10.: Familientag in der Missionsgemeinde 57078 Siegen-Meiswinkel

06.11.: Schulung für Erzieherinnen in 32756 Detmold

15.11.. Zauberabend im BLB-Zentrum Marienheide

 

17 Dez 2018

Josef hat mir geantwortet

Abgelegt unter: Weihnachtsartikel

lieber josef

Im Adventskalender „Advent, Advent … mit Happy End“ ist ein offener Brief von mir an Josef abgedruckt. Er ging so (gekürzt):

„Lieber Josef,
darf ich dich einmal fragen, wie du persönlich die Weihnachtsgeschichte erlebt hast? Du scheinst neben Maria und den großen Ereignissen danebenzustehen und bist mehr Zuschauer als Mitwirkender. Eine Randfigur! Ich stolpere  darüber, wie von deiner Entscheidungsfähigkeit erzählt wird … oder vielmehr über die Feststellung, dass dir genau die zu fehlen scheint. Du reist von Nazaret nach Betlehem – nicht, weil dir die Verheißung aus dem Buch Micha im Kopf war, sondern weil es der Befehl vom Kaiser war. Du bist mit Mutter und Kind nach Ägypten geflohen – nicht, weil du es für richtig gehalten hast, sondern weil du einen Engel im Traum gesehen hast. Auf dieselbe Weise bist du auch wieder zurückgekommen. Selbst wo du dann dein endgültiges Lager aufschlagen solltest, hast du nicht von dir aus entschieden. Da musste noch mal eine Anweisung per Traum kommen. Puh.
Vielleicht ist es für mich deshalb so erstaunlich, weil es so gar nicht meinem Macher-Typ entspricht. Ich nämlich will selbst Visionen ausspinnen und umsetzen. Und dabei kann ich Anweisungen von außen nur ganz schlecht gebrauchen. Du dagegen gehst in aller Demut gehorsam den Weg, den Gott dir vorzeichnet. Wolltest du gar nicht der „große Josef“ sein, über den man noch zweitausend Jahre später staunt? Tja. Dann sollte ich mir an dir auch hin und wieder ein Beispiel und Schritt für Schritt den Weg einschlagen, den Gott mir vorgibt. In diesem Sinne – danke für dein (wenn auch nicht leuchtendes) Vorbild.
Dein Harry“

Per Mail hat mir Astrid Geyer am Wochenende eine Antwort von Josef übermittelt. Sie findet, sie müsse eine Lanze brechen für den stillen (introvertierten?) Josef. Mich hat der Brief beeindruckt. Astrid hat mir erlaubt, den Brief von Josef mit euch zu teilen:

„Lieber Harry,
Ich bin introvertiert und ich stehe voll dazu. Die Menschen verkennen, was das bedeutet. Sie meinen, ich sei nicht entscheidungsfreudig, weil es nicht mit großen Worten und ‚Tamtam‘ geschieht. Ich lege keinen Wert darauf, dass herumposaunt wird, was ich Tolles geleistet habe. Das bedeutet mir nicht so viel. Mir bedeutet sehr viel, dass Gott mich ausgesucht hat, Jesus‘ irdischer Vater zu sein. Gott kennt mein Herz und er wusste, zu welcher Hingabe ein Introvertierter fähig ist. Ich bin überzeugt davon, dass Gott genau so jemanden gesucht hat für seine ganz besondere Geschichte.
Die tiefe Hingabe auch an meine Frau und ‚ihre‘ Verheißung hat so Großartiges hervorgebracht, dass es eine Bresche geschlagen hat für Meinesgleichen. Es wird immer wieder so sein, dass eine mit Hingabe gelebte Eheeinheit solche Kinder und Früchte hervorbringt, die der Menschheit zum Segen dienen.
Schau dir mal Hanna und Elkana an. Würde man Elkana vordergründig nicht auch als einfachen Mann bezeichnen? Und doch hat auch diese Ehe einen einflussreichen Mann hervorgebracht, weil Hanna und Elkana eins geworden sind in ihrer Liebe zueinander und zu Gott.
Auch wenn du vielleicht nicht der Introvertierte bist, höre auf den Herzenswunsch deiner Frau, liebe diesen Wunsch aus ihrem Herzen hervor, werde eins mit ihr und ebne damit den Weg für die Erfüllung einer sich schenkenden Verheißung.
Zur Ergänzung. Diese Weihnachtsgeschichte habe ich als meine persönliche Berufung erlebt, um genau das zu leben, was ich oben geschildert habe. Und offensichtlich habe ich das gut hinbekommen. Ich schmunzle darüber, dass du mich als Randfigur bezeichnest, wo doch der Vater mich ausgesucht hat, um der Vater seines Sohnes hier auf Erden zu sein. Kannst du dir eine größere Auszeichnung und Wertschätzung vorstellen? Aber das ist typisch Gott. Manche Dinge erschließt er nur denen, die danach forschen. Sei du doch auch jemand, der mit seinem Herzen forscht, tief und tiefer und noch tiefer. Es lohnt sich, ich weiß wovon ich rede.
Ach, und enthalte deiner lieben Frau diesen Brief nicht vor. Die liebt es sicher, solche Dinge in ihrem Herzen zu bewegen. Sag ihr einen ganz lieben Gruß von meiner wunderbaren Frau. Die hat sich über ihren Brief riesig gefreut und fühlt sich im Herzen tief mit ihr verbunden.
Das waren nun ziemlich viele Worte für einen Introvertierten.
Liebe Grüße von Josef“

11 Dez 2018

Meine negativen Hochzeitsfotos

Abgelegt unter: Allgemein

Neulich beim Keller-Ausmisten fand ich eine Schachtel mit der Aufschrift: „Negative Hochzeitsfotos“. Ich zeigte sie meiner Frau: „Brauchen wir die noch?“ – „Nee“, meinte die, „jetzt sicher nicht mehr.“

Unsere Kinder machten große Augen: „Ihr habt einen Karton mit negativen Hochzeitsfotos aufgehoben??“

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Tja, und jetzt die Preisfrage an die „digital Natives“, die auch keine Wählscheibe kennen, kein Dolomiti-Eis, und auch nicht Onkel Heini von „Neues aus Uhlenbusch“:

Was findet man in einem Karton mit der Aufschrift „Negative Hochzeitsfotos“?

a) zensierte Fotos der eigenen Hochzeit, in denen sich Braut und Bräutigam prügeln oder Schwiegermamas Hut schief sitzt

b) Hochzeitsfotos der bösen Nachbarn

c) abschreckende Bilder von fremden Hochzeiten, die man jederzeit herausholen und herumzeigen kann, um nicht passende Pärchen vom Heiraten abzuhalten

 

Man glaubt es kaum: Als Iris und ich geheiratet haben (kurz nach der Erfindung des elektrischen Lichts), konnte man sich die traumhaften Fotos, die der Fotograf geknipst hat, nicht sofort auf dem Display anschauen. Nein. Im Fotoapparat befand sich ein Film (nein, kein Spielfilm), den man erst mal „vollknipsen“ musste, also 24 oder 36 Fotos hintereinander machen, dabei aber möglichst kein Bild verplempern, denn man konnte es nicht wieder löschen. Geknipst war geknipst. Danach musste man den Film zum „Entwickeln“ bringen. Ja, man höre und staune: Damals haben sich nicht nur Charaktere und Persönlichkeiten entwickelt, sondern auch Bilder und Filme. Wenn sich Oma den Film in der Filmkapsel schon mal anschauen wollte und den ganzen Streifen rauszog, dann wunderte sie sich: „Da ist ja gar nichts drauf!“ Nee. War ja auch nicht. Nicht mehr. Denn der geheime Filmstreifen durfte sich nur im Dunkeln aufhalten. Und zwar im Dunkeln eines Fotolabors. Dort entwickelte er sich in einem Chemiebad (das weiß ich nur vom Erzählen, denn das geschah normalerweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit). Das schließlich entwickelte Bild sah aber immer noch sehr merkwürdig aus: klizteklein und falsche Farben! Was in echt schwarz war, war hier weiß. Was weiß war, war schwarz. Was blau war, war gelb und so weiter. Hübsches Foto? Negativ. Genau. Und darum nannte man diese erste Stufe des damals analog geschossenen und entwickelten Fotos auch: „Negativ„. Klingt komisch, is aber so.

Um daraus nun ein schönes Hochzeitsfoto zu bekommen, musste sich das Negativ nochmal einer kleinen Prozedur in der Dunkelkammer unterziehen. Heraus kam das Positiv: das wunderschöne Foto vom wunderschönen Brautpaar.

Sprich: Egal wie positiv das Brautpaar in die Kamera schaut – das direkt entwickelte Bild heißt immer Negativ. Und egal, wie negativ die Hochzeitsgesellschaft sich benommen hat – die Fotoabzüge der Negative sind immer Positive. Verrückte Welt, was?

Besonders brenzlig: In meinem Heimatdorf brachte man den zu entwickelnden Film (wenn er denn voll war) in den einzigen Fotoladen im Dorf. Eine Woche später konnte man die Bilder abholen. Die Fotoladen-Besitzerin war so frei, sich alle Bilder vorher schon mal angeschaut zu haben. Sie hatte freundlicherweise  die verschwommenen Fotos raussortiert und blätterte dann ein zweites Mal die Bilder gemeinsam mit dem Kunden auf der Ladentheke durch: „Hier, das ist etwas verschwommen, das würde ich wegtun. Und hier … Tante Berta im Badeanzug … das sieht auch nicht so schön aus, wollt ihr das wirklich mitnehmen? Aber das Foto hier … das ist richtig scharf …“ und so weiter.

Sollte ein Brautpaar also jemals wieder den Wunsch verspüren, eins seiner Bilder zu vervielfältigen, dann wäre es ratsam, sich die Negative aufzuheben. Denn ohne Negativ kein Positiv. So war das damals, als die Welt noch Schwarz-Weiß war. Beziehungsweise Rot-Grün oder andere Komplementärfarben.

Und die Moral von der Geschicht? Auch wenn ich an meine eigene Hochzeit nur positive Erinnerungen habe – tief unten im Keller liegen die Negative.

1997 hochzeit iris harry1997 hochzeit iris harry negativ

Heiraten positiv und negativ

26 Nov 2018

Puffreiskörnchen im Kaufmannsladen. Lang, lang ist’s her!

Abgelegt unter: Allgemein

harry mit keks

Erstaunen im Hause Voß. Nach dem Mittagessen gibt es heute aus der Süßigkeitenbox sogenannte „Schoko-Happen“, also mehr oder weniger Reiswaffeln mit Schokoladenüberzug. Ich esse normalerweise keine Reiswaffeln. Aber dieses Schokozeug sieht ganz lecker aus. Schon beim ersten Bissen werde ich gedanklich und emotional in meine früheste Kindheit zurückgeworfen. Genau genommen auf den Dachboden meiner Großmutter, wo mein Kaufladen stand. Dieser Geschmack von aufgeblasenem Reis, genannt Puffreis, ist für mich ausnahmslos verbunden mit Klein-Harry in eben jenem von Opa selbst gezimmerten Kaufladen. Dort wurden Artikel wie Salz, Waschmittel, Kaffee, Kekse und so weiter angeboten, die den echten Artikeln, die Mama oder Oma vormittags im Laden kauften, täuschend ähnlich sahen. Nur mit dem Unterschied, dass alle Kaufladen-Artikel die gleiche Größe hatten, nämlich die eines Smarties-Schächtelchens. Das Besondere an diesen Schachteln war: Manche rappelten, wenn man sie schüttelten. Da war also was drin. Und ich wusste auch was: Puffreis. Pro Schachtel höchstens ein oder zwei dieser Körner. Und die schmeckten auch nix. Vielmehr: Sie schneckten nach nix, sie waren quasi geschmacksneutral. Aber egal. Sobald ich eine neue Ladung Kaufladen-Schächtelchen geschenkt bekam, wurden alle Schachteln geschüttelt und das Puffreis-Körnchen herausgepult und aufgefuttert, als hätte man seit Tagen nichts gegessen.

Als ich das heute meinen Kindern erzähle, können sie das kaum glauben. Ich gehöre ja nicht zur Nachkriegs-Generation, die in Armut aufgewachsen ist und jedes Körnchen Reis wie einen Goldschatz behandelt hat. Ich bin ein Kind der 70er. Ich bekam genug zu essen. Trotzdem: Alle meine Altersgenossen können bestätigen, dass es damals Puffreis im Spielzeug zu essen gab. Und niemand hat sich gefragt, wie die da bloß reingekommen sind. Ob da irgendeine Fabrikarbeiterin am Fließband jedes 5. Schächtelchen aufgeknibbelt, aus einer großen Schale ein Puffreis-Körnchen genommen, in die Schachtel gesteckt und das Ganze wieder gescshlossen hat? Und sich dabei all die fröhlichen Kinder vorgestellt hat, die diese wertvollen Dinger wieder rausholen? Jedenfalls hat nie irgendeine Mama Bedenken angemeldet, man dürfe diese Körnchen nicht essen, weil sie nicht hygienisch verpackt wären und weil man nicht wusste, wer die schon alles in der Hand gehabt hatte.

Wie gesagt: Meine Kinder schütteln ob solch obskurer Erinnerungen nur die Köpfe. Ich denke mir, ich beweise es ihnen. Die Internet-Foren sind doch voll von „Weißt-du-noch“-Artikeln der 70er und 80er Jahre. Aber … Fehlanzeige. Hab ich nicht lange genug geforscht? Ich habe keinen Schwärm-Erinnerungs-Artikel zum Puffreis im Kaufladen gefunden. Das gibt’s doch wohl nicht! Jeder Zauberwürfel und jede Föhnfrisur der 80er wird besprochen, aber nicht der legendäre Puffreis im Kaufladen? So. Jetzt gibt es einen. Und ich sage: Lang lebe der geschmacklose Puffreis in den OMO-Waschmittelpackungen unserer Kindheit! Und falls du das in deiner Kindheit auch hattest, dann schreib einen Kommentar und erzähle, wie es dir damit ging!

21 Nov 2018

„Advent, Advent … mit Happy End“ auf der idea Bestellerliste

Abgelegt unter: Weihnachtsartikel

idea bestsellerliste nov 2018

Gerade wollte ich posten, dass beim Bibellesebund im Lager die ersten 3.000 Exemplare unseres Adventskalenders „Advent, Advent … mit Happy End“ schon verkauft sind und jetzt nachgedruckt werden, da erreichte mich die Mitteilung, dass der Kalender bei den christlichen Bestsellern vom November auf dem 8. Platz liegt. Da haben wir aber große Augen gemacht. Und uns natürlich sehr gefreut.

Diese Freude wollen wir gern mit euch teilen. Und jetzt freuen wir uns auf regen Austausch mit all den Adventskalenderlesern im Dezember. :-)

Adventskalender titel 3

Bestellen kannst du HIER.

08 Nov 2018

Entdeckungen zwischen Billy, Ivar und Köttbullar

Abgelegt unter: Allgemein

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Neulich war ich mal wieder bei IKEA. Wenn man sich hier nicht genau an den ausgewiesenen Weg durch die Abteilungen hält, kann es schon mal passieren, dass man sich irgendwo zwischen Betten und Regalen wiederfindet und nicht mehr weiß, wo in diesem Möbel-Dschungel vorne und hinten ist. Darum bleibe ich immer ganz brav auf den Wegen, die ja glücklicherweise mit dicken Pfeilen ausgewiesen sind. Bei meinem letzten IKEA-Besuch stellte ich fest, dass die Pfeile auf dem Boden nicht mehr wie früher durch große Aufkleber markiert sind, sondern als Leuchtpfeile, die von Lampen an der Decke auf den Boden gestrahlt werden. Das kann schon mal zur Folge haben, dass ich einen Pfeil nicht sehe, weil ich selbst gerade drauf stehe und dadurch dem Richtungspfeil quasi selbst im Weg stehe. Andererseits kann kein theoretischer böser Kundenhasser einen Pfeil abknibbeln und ihn eigenmächtig verdrehen, um brave Kunden bewusst in die Irre zu führen.

Während ich mich über diese Neuerung amüsiere, kommt mir sogleich eine symbolische Deutung ins christlich geschulte Hirn: IKEA allein weiß den Weg durch den Dschungel. Und die Richtungsweisung liegt nicht veränderbar auf dem Boden, sondern kommt alle paar Meter als „Licht von oben“. Und zwar über jede eigenmächtige Deutung erhaben. Natürlich kann sich jeder dazu entscheiden, diesem Weg zu folgen oder nicht. Manche meinen ja auch, ohne Pfeile durch den Irrgarten zu kommen. Aber wer sich gut geführt leiten lassen will, braucht sich nur nach dem Licht zu richten. „Deine Pfeile sind meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg“, könnte man IKEA zurufen. Und wenn du mal den Pfeil nicht erkennst, könnte es durchaus sein, dass zwischen der Bodenmarkierung und dem Licht etwas im Weg steht – nämlich du selbst, indem du dem Pfeil im Licht stehst und damit die Richtungsweisung buchstäblich in den Schatten stellst.

Und noch was Cooles hab ich daraus entdeckt: Wenn ich mich an der richtigen Stelle auf den Boden lege, werde ich vom „Licht von oben“ bescheint und werde somit selbst zum Richtungsweiser. Jetzt können die Kunden auf mich schauen und sehen an mir den Pfeil von oben. Und zwar in die richtige Richtung, egal wie ich mich drehe. „Schein auf mich, und die IKEA-Welt sieht dich“, könnte ich dem Licht zurufen. Zugegeben: Einige Kunden waren etwas irritiert, mich mit einem Pfeil auf dem Bauch auf dem Boden liegen zu sehen und in die angezeigte Richtung zu deuten. Aber – hey, in wie vielen Fällen werde ich auch sonst schräg angeschaut, wenn ich Leuten von dem „Licht von oben“ erzähle, das mich bescheint und das ich weitergeben möchte. Und dennoch: Egal wie bekloppt ich da liege – das Licht scheint völlig unabhängig von mir in die richtige Richtung.

Wie im richtigen Leben eben. Auch außerhalb von Schwedenhausen.

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