Der Audi in Schlunz 4

Lukas schafft es, auf das Nummernschild des silbernen Audi zu schauen. Und siehe da – das Auto kommt aus der Mitte Deutschlands. Von wo? Das verrate ich hier nicht. Jedenfalls macht sich Lukas im Internet schlau. Und er gerät an ein Autohaus in der Stadt in der Mitte von Deutschland. „Jetzt sind wir ganz nah dran“, sagt Lukas zu sich selbst. Denn Schlunz will davon nichts wissen, also sucht Lukas alleine.

Band 4 muss jetzt zum Ende kommen

Also, ich sitze jetzt an der heißen Schlussphase von Band 4. Ein paar Sachen passen mir noch nicht und die muss ich noch glattbügeln. Der Schlunz trifft jemanden, den er aus seinem Leben vor dem Unfall kennt. Der behauptet zwar, jemand anderes zu sein, aber Schlunz ist sich sicher, dass er es ist. Das muss ich noch verfeinern, sonst bin ich nicht zufrieden.

Dann hab ich noch eine witzige Szene gestrichen, aber die Lektorin meinte, ich könnte sie ruhig wieder mit reinnehmen. Mal schauen, was ich da mache.

Schlunz 4 – gestrichene Szene

Hier noch ein Ausschnitt aus Schlunz 4, den ich aus Platzgründen leider streichen musste. Dabei fand ich es gerade nett, wie der neue Lehrer in Lukas‘ neuer Klasse versucht, mit dem Beamer (eine Gerät, mit dem man Bilder oder Schriften an einer Leinwand abbilden kann, ähnlich wie ein Filmprojektor) zu arbeiten.

Also, jetzt geht das Kapitel los. Schlunz und Lukas haben ihren ersten Schultag nach den Sommerferien im 5. Schuljahr.

Vorne an der Tafel stand ein Mann, der so zwischen 50 und 60 Jahre alt war. Er hatte graue Haare mit einem Seitenscheitel und einen grauen, kurz geschorenen Bart. Seine viereckige Brille sah aus, als hätte er sie vor 40 Jahren mal gekauft. Unter seinem braunen Pullover schaute der Kragen eines karierten Hemdes heraus. Ein Kragen war ganz herausgezogen, der andere steckte noch halb im Pulloverausschnitt. Das sollte jetzt also im neuen Schuljahr ihr Lehrer sein. Er hielt beide Hände in Brusthöhe neben seinen Körper und streckte die beiden Zeigefinger in die Luft wie ein Dirigent. Daumen und Mittelfinger beider Hände rieben unaufhörlich aneinander, so als wollten sie gleichmäßig Salz über den Fußboden streuen.

„Herrschaften“, sagte er dabei mehrmals hintereinander. Da aber niemand in der Klasse „Herrschaften“ hieß, achtete keiner darauf.

„Herrschaften, bitte“, sagte er dann und: „Bitte, Herrschaften.“

Als sich die Schülerinnen und Schüler endlich beruhigt hatten, begann er mit seiner Ansprache an die Klasse. Er hieß also Herr Rotbraun-Bohnenhang und würde die Klasse hauptsächlich in Mathe und Deutsch unterrichten. Für alle anderen Fächer sollte es Fachlehrer geben. Außerdem sollte es ab diesem Schuljahr auch spezielle Arbeitsgruppen geben, kurz AG genannt. Diese Arbeitsgruppen sollten in jeder Woche an einem Nachmittag noch nach der 6. Stunde stattfinden.

Herr Rotbraun-Bohnenhang schritt stolz in die Mitte des Klassenzimmers, wo er an einen kleinen Computer einen Beamer angeschlossen hatte. Genauso ein Gerät, wie Arno es in der Gemeinde zu bedienen versuchte.

„Die Auswahl der Arbeitsgruppen werde ich euch jetzt mit meinem neuen Beamer an die Wand werfen“, kündigte er Herr Rotbraun-Bohnenhang stolz an. Mit dem Mittelfinger tippte er kurz auf einen Knopf an dem Beamergerät, sofort danach schnippte der Finger aber wieder an die Ausgangslage seitlich seines Körpers zurück und zerrieb mit dem Daumen unsichtbares Salz.

Alle Schüler starrten zur Wand über der Tafel, aber es erschien nichts. Herr Rotbraun-Bohnenhang drückte noch einmal. Die Wand über der Tafel wurde blau. Er drückte ein drittes Mal, da erschien auf der Wand ein Hinweis: „Bitte Filter säbern“, was auch immer das zu bedeuten hatte. Nach dem vierten Klick auf den Knopf war das Gerät wieder aus. Herr Rotbraun-Bohnenhang stand daneben und zerrieb sich gleichmäßig Daumen und Zeigefinger seiner beiden Hände. „Nun ja“, sagte er leise und es klang wie der Beginn eines technischen Vortrags. Aber dann kam nichts mehr.

Er ging zurück zur Tafel und kündigte an, die Auswahl der Arbeitsgruppen nun an die Tafel zu schreiben. „So habe ich es in all den Jahren sowieso immer getan“, fügte er hinzu und begann, die Tafel vollzuschreiben.

Schlunz im Internet

Die August-Hermann-Francke-Schule in Lemgo hat über den Tag, als ich bei ihnen in der Schule war, einen kleinen Bericht geschrieben und Bilder veröffentlicht. Wenn ihr nachschauen wollt:

http://www.ahfs-lemgo.de/new/wb2/pages/aus-den-klassen/autorenlesung.php

Außerdem hat der mdr auf seiner Kinderseite den Schlunz vorgestellt. Sehr nett, wie ich finde:

http://193.22.36.128/figarino/scheinwerfer/5377581.html

Schlunz-Lesung in Wiesbaden

Für alle Schlunz-Fans im Großraum Wiesbaden, die das jetzt noch rechtzeitig lesen: Am Montag, den 9. Juni 2008 habe ich um 17.00 Uhr in der christlichen Buchhandlung in Wiesbaden eine Schlunz-Lesung. Mit ein paar Zaubertricks, Schlunz-Poster, Schlunz-Uhren und natürlich Erzählungen und Lesungen aus allen drei bisher erschienenen Schlunz-Büchern. Wenn ihr wollt, schaut doch mal rein.

Weitere Infos hier:

http://www.lesen-und-leben.de/?l=2001

Schlunz 4 in der Testphase

Gerade lese ich meinen Kindern Schlunz 4 vor. Die Szene, in der Nele ihren Kindergeburtstag feiert und Schlunz die Schatzsuche organisiert, fanden sie sehr lustig. Das hat mich doch schon mal wieder gefreut.

Aber gleichzeitig fallen mir noch ganz viele Sachen ein, die ich unbedingt noch verändern oder einbauen muss, damit es für euch noch schöner wird. Also ich glaub, es wird insgesamt echt wieder ein toller Schlunz.

Schlunz 4 zumindest schon mal fürs erste fertig

So, am Mittwoch hab ich den Schlunz schon mal so weit beendet, dass ich ihn an die Lektorin des Brockhaus-Verlags abgeschickt hab. Die Handlung ist schon mal abgeschlossen, alles ist zu Ende. Der Rächer in der Nacht ist enttarnt.

Jetzt muss ich es auf jeden Fall erst mal meinen Kindern vorlesen, um zu sehen, ob die das alles kapieren oder gut finden oder vielleicht zu langweilig oder zu doof. Und dann arbeite ich die ganzen Sachen noch ein. Aber das ist jetzt nicht mehr so viel Arbeit.

Demnächst stell ich noch mal eine neue Leseprobe online.