Die Zeit auf Baltrum ging allzu bald rum

Ich war jetzt für eine Woche zum kibi-Ferientreff auf Baltrum. Für die, die Baltrum nicht kennen: ostfriesische Insel zwischen Norderney und Langeoog. Nordsee. Das Wetter fing eher trübe an, steigerte sich aber von Tag zu Tag, sodass wir am letzten Tag bei hochsommerlichem Wetter noch mal um die 60 Kinder bei unserem Kindertreff am Strand hatten! Klasse Kinder, die toll mitgemacht haben! Und herzlichen Dank an Christian, mit dem es super viel Spaß gemacht hat, jeden Tag das Programm für die Kinder zu gestalten. Inhaltlich ging es um den „roten Faden“ in der Bibel. Ist ja gar nicht so einfach, die Gesamtlinie der Bibel zu finden, wenn die Story so fröhlich damit anfängt, wie schön Gott die Welt gemacht hat (was man am Meer ja direkt sehen kann), und dann aber direkt wieder steil abfällt, weil die Menschen ganz bewusst Gott den Rücken gekehrt haben.

Die Kinder waren ganz aufmerksam bei der Sache. Und jeden Tag konnten sie live kommentieren, was sie gut, was sie schlecht fanden, was sie nicht verstanden hatten oder was sie sonst noch erzählen wollten. Beeindruckende Rückmeldungen.

Dass das Leben seit dem Rausschmiss aus dem Paradies immer wieder durch Ge- und Verbote geregelt werden muss, wurde mir jeden Tag deutlich vor Augen gemalt, indem ich beim morgendlichen Joggen immer an diesem Schild abseits meines (offiziellen) Weges vorbei kam:

DSCI1365

Und immer hab ich mich gefragt: Wie konnte jemand dieses Schild anbringen, wenn er diesen Bereich der Dünen gar nicht betreten darf? Hat sich der Ersteller dieses Verbotes etwa selbst über seine eigene Regel hinweggesetzt? Musste er sich zum Einhämmern der Holzpfähle fünf Meter lange Arme wachsen lassen? Oder haben dieses Schild einige der tausend Hasen angebracht, die auf Baltrum herumhüpfen? Die nämlich dürfen ungehindert in den Dünen hoppeln. Aber nur, weil sie nicht lesen können …

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