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Weihnachten kann losgehen!

harry nikolaus 01

Ich hab sie!

Die ersten Weihnachtskekse des Jahres, kaum dass der August vorbei ist!

Zeit, sich auf Weihnachten einzustellen und dabei an ein Ereignis zu denken, das einige Jahre zurück liegt:

Es war jener legendäre 11. September 2001, als ich – damals noch ohne Fernseher und Internet und demzufolge völlig ahnungslos über das aktuelle Weltgeschehen – beim Einkauf die ersten Weihnachtskekse des Jahres entdeckte. Ich liebe Weihnachtskekse! Auch im September! Ganz in weihnachtlicher Stimmung legte ich mir also an jenem Tag das Advents-Starter-Set zu und eröffnete zu Hause feierlich die Vorweihnachts-Saison. Mit Weihnachtstee und Bing-Crosby-Schallplatte.

Abends rief ich einen meiner Jungscharmitarbeiter-Kollegen an, der an jenem Tag Geburtstag hatte und fragte ganz ahnungslos: „Na, habt ihr heute schön gefeiert?“

Er: „Natürlich nicht! Wir sitzen den ganzen Tag vor dem Fernseher!“

Ich: „Was? Du hast Geburtstag und sitzt vor dem Fernseher?“

Er: „Ja! Mein Bruder ist doch in Amerika!“

Ich: „Ach? Kommt eine Doku über ihn im Fernsehen?“

Er: „Nein! Er wohnt in der Nähe von New York!!“

Ich: „Komisch. Warum muss man deswegen den Fernseher einschalten?“

Er: „Harry, du hast anscheinend noch überhaupt nichts mitbekommen, was?“

Dann schilderte er das Drama in New York, das bis dahin ja schon die ganze Menschheit in Bestürzung geworfen hatte. Oha. Sogleich bekam ich ein schlechtes Gewissen: Die ganze Welt liegt in Angst und Schrecken – und ich sitze in aller Ruhe zu Hause, esse Weihnachtskekse und höre „Stille Nacht“.

Krass, dachte ich später: Dort liegt die Welt in Trümmern – und hier freut sich jemand über die Heilige Nacht. Andererseits: Ist das nicht genau der Gegensatz, der uns in der Bibel immer wieder vor Augen geführt wird – auch an Weihnachten?

„Welt ging verloren, Christ ist geboren“, singen wir an Weihnachten.

„In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden“, sagt Jesus.

„Die Hirten fürchteten sich sehr“, berichtet Lukas, „aber der Engel sagte: ‚Fürchtet euch nicht.‘“

Unsere Welt und die Botschaft von Jesus – stehen die sich nicht schon immer so krass gegenüber?

Krieg und Frieden.

Angst und Ruhe.

Sorge und Zuversicht.

Verloren und gerettet.

Und eigentlich will ich mich nicht nur in der Weihnachtszeit, sondern auch sonst im Jahr in einer Welt voller Chaos immer wieder darüber freuen, dass ich mein Leben bei Gott verankert habe, der mir Frieden im Chaos schenkt, Ruhe im Sturm.

„Darum fürchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer sänken, wenngleich das Meer wütete und wallte und von seinem Ungestüm die Berge einfielen. Dennoch soll die Stadt Gottes fein lustig bleiben mit ihren Brünnlein, da die Heiligen Wohnungen des Höchsten sind. Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie fest bleiben. Gott hilft ihr früh am Morgen.“ So steht es in Psalm 46. Klasse, oder?

 

Diese (in gekürzter Version) und viele andere Geschichten und Gedanken rund um Advent und Weihnachten findest du im Adventskalender von Iris und Harry Voß: „Advent, Advent … mit Happy End“!

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Advent, Advent ... mit Happy End

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